Die Stadt Lausanne rechnet im nächsten Jahr mit einem Defizit von fast 62 Millionen Franken. Rund 40 Prozent sind der Coronavirus-Pandemie zuzuschreiben.
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Aufgeschichtete Schweizer Münzen, mit einer 200-Franken-Note als Dach. (Symbolbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Es handle sich um ein vertretbar vorsichtiges Budget angesichts der nach wie vor zahlreichen Unsicherheiten im Zusammenhang mit Covid, sagte Stadtpräsident Grégoire Junod (SP) am Dienstag an einer Medienkonferenz.

Im Vergleich zum Budget 2021, das ein Defizit von fast 75 Millionen Franken ausgewiesen hatte, zeichne sich zwar eine Verbesserung ab, trotzdem bleibe der Fehlbetrag hoch, räumte die städtische Finanzdirektorin Florence Germond (SP) ein.

Die Aufwendungen (+0,7 Prozent) will die Stadt ein weiteres Mal einigermassen im Zaum halten, während die Einnahmen (+ 1 Prozent) gar leicht nach oben zeigen. Gesamthaft stehen 1,848 Milliarden Franken Ausgaben Einnahmen von 1,786 Milliarden Franken gegenüber.

Schwerpunkte setzen will die Stadt Lausanne 2022 zum einen beim Aktionsplan für das Klima, für den 5,2 Millionen Franken budgetiert sind. Mit 5,8 Millionen Franken soll zum anderen die vor- und ausserschulische Kinderbetreuung gefördert werden. Vorgesehen ist die Schaffung von über 600 neuen Betreuungsplätzen und 55 Vollzeitstellen.

Im Sinne einer antizyklischen Politik will die Stadt darüber hinaus die Investitionen auf ein «historisch hohes» Niveau heben. Sie reserviert dafür netto 260 Millionen Franken, unter anderem für Gebäudesanierungen und den Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Die Schulden erhöhen sich auf fast zwei Milliarden Franken.

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