Crans-Montana VS: Journalist wird auf Recherche bedroht
Ein Video zeigt, wie ein Journalist des Senders «Rai» in Crans-Montana VS bedrängt und weggeschickt wird. Nun schaltet sich Italiens Aussenminister ein.
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Das Wichtigste in Kürze
- Ein Video zeigt, wie ein Rai-Journalisten-Team in Crans-Montana angegangen wird.
- Ein Reporter sagt, sie seien geschubst worden und hätten sich ins Auto retten müssen.
- Italiens Aussenminister verurteilt Gewalt und Einschüchterung gegen Medienschaffende.
Nach der tödlichen Brandkatastrophe in einem Lokal in Crans-Montana VS liegen die Nerven in der Walliser Gemeinde offenbar blank. Ein Journalist des italienischen öffentlich-rechtlichen Senders «Rai» wurde bei Recherchen vor Ort bedroht und bedrängt.
Ein Video zeigt, wie Domenico Marocchi und sein Team von mehreren Personen grob weggeschickt werden. «Ich wurde geschubst, und wir suchten Zuflucht im Auto. Das Auto wurde angegriffen, und diese Leute beschimpften und bedrohten uns weiter», wird er zitiert.
Hintergrund: Der Journalist hatte andere Lokale in Crans-Montana aufgesucht, die ebenfalls dem Besitzerpaar des abgebrannten Restaurants «Le Constellation» gehören sollen.
Bei einem dieser Betriebe eskalierte die Situation. Laut dem Reporter begann zunächst eine kleine Gruppe, ihn anzuschreien. Später seien es plötzlich bis zu sieben Personen gewesen, die ihn und sein Team bedrängt hätten.
Er vermutet, dass die Beteiligten dem Besitzerpaar nahestanden. Der Beitrag wurde am Dienstag in der Rai-Sendung «Unomattina» ausgestrahlt.
Italiens Aussenminister schaltet sich zu Crans-Montana ein
Der italienische Aussenminister Antonio Tajani bestätigte am Dienstag, dass zwei italienische Journalisten in Crans-Montana angegriffen und bedroht worden seien. Er verurteilt jede Form von Gewalt oder Einschüchterung gegen Medienschaffende.
Er habe die italienische Botschaft in der Schweiz angewiesen, die Behörden auf die Notwendigkeit von Aufmerksamkeit und Überwachung hinzuweisen. Das schrieb Tajani auf X. Mit Respekt vor der Trauer aller Betroffenen müssten Journalistinnen und Journalisten ihre Arbeit weiterhin frei ausüben können, betonte er.














