Crans-Montana: Nachwuchs-Golfer (†16) aus Italien unter Todesopfern
In der Silvesternacht starben rund 40 Menschen bei einem Brand in einer Bar in Crans-Montana, 115 wurden verletzt. Hier im Ticker bleibst du auf dem Laufenden.

Das Wichtigste in Kürze
- In der Silvesternacht kam es in einer Bar in Crans-Montana zu einem Brand.
- 40 Menschen starben, 115 wurden dabei verletzt, viele werden vermisst.
- Die Brandursache ist noch unklar, die Ermittlungen laufen.
- Mit dem Ticker von Nau.ch bleibst du über die neuen Entwicklungen informiert.
In Crans-Montana kam es in der Bar «Le Constellation» zu einem verheerenden Brand: Mindestens 40 Personen starben, 115 wurden teils schwer verletzt, darunter auch ausländische Touristen. Zahlreiche Personen, viele davon zwischen 16 und 24 Jahre alt, werden vermisst.
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Die Brandursache ist nicht bekannt. Auch ob die Sicherheitsvorkehrungen der Bar den Vorschriften entsprachen, ist Teil der Untersuchung.
Der Nau.ch-Ticker hält dich auf dem Laufenden:
10.50: Die Waadtländer Regierung setzt nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana ihre Flaggen als Zeichen der Solidarität während fünf Tagen auf Halbmast. Damit folgt die Kantonsregierung dem Bund, dessen Flaggen bereits auf Halbmast gehisst sind.

10.30: Nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana befinden sich 80 bis 100 Verletzte weiterhin in kritischem Zustand. Das sagte der Walliser Sicherheitsdirektor Stéphane Ganzer am Freitag im Gespräch mit dem französischen Radiosender RTL.
Die «schreckliche Bilanz» von rund 40 Todesopfern könnte sich demnach noch verschlimmern, sagte Ganzer. Die Lage sei dynamisch, da Menschen mit Verbrennungen dritten Grades auf etwa 15 Prozent der Körperoberfläche ein erhöhtes Risiko hätten, in den Stunden und Tagen nach dem Unfall zu sterben.
Lage in Spitälern «äusserst angespannt»
10.15: Laut dem Walliser Regierungspräsident Mathias Reynard ist die Situation in den Spitälern weiterhin «ausserst angespannt». Das sagte er am Freitagmorgen im Radio des Westschweizer Senders RTS.
Einige Personen, die eigentlich frei gehabt hätten, seien zur Arbeit gekommen. «Um ihre Kolleginnen und Kollegen zu unterstützen.»
Ausserdem erklärte Reynard, dass Gespräche über den Transfer von Fachkompetenzen im medizinischen Bereich laufen. Insbesondere gehe es dabei um Spezialisten aus Frankreich für Schwerbrandverletzte, die ins Wallis kommen könnten.
10.08: Das italienische Aussenministerium spricht gegenüber «Sky News» erneut von insgesamt 47 Todesopfern. Demnach müssten fünf davon noch identifiziert werden.
Die Schweizer Behörden sprechen bisher von 40 Todesopfern.
09.50: Ein Fussballspieler vom FC Metz, einem Verein in der höchsten französischen Liga, wurde beim Brand in Crans-Montana VS schwer verletzt. Laut dem Club handelt es sich um den 19-jährigen Tahirys dos Santos.
Le #FCMetz a la douleur d’annoncer que Tahirys Dos Santos, joueur stagiaire du club, a été blessé lors de l’incendie survenu à Crans-Montana.
— FC Metz ☨ (@FCMetz) January 1, 2026
L'ensemble du club unit ses pensées pour les adresser à Tahirys, dans ces heures où il combat la souffrance.
Dieser sei nach Deutschland gebracht worden, wo er derzeit behandelt werde. Der junge Fussballer habe mit Freunden seine Ferien in Crans-Montana verbracht. Diesen Freitag hätte er beim FC Metz ins Training zurückkehren sollen.
Erstes Todesopfer identifiziert: Nachwuchs-Golfer verstorben
09.31: Die italienischen Medien haben ein erstes Todesopfer identifiziert. Unter den Toten soll sich der 16-jährige Nachwuchs-Golfer Emanuele Galeppini befinden. Der italienische Golfverband veröffentlichte auf seiner Website und in den sozialen Medien eine Beileidsbekundung.
«Der italienische Golfverband trauert um Emanuele Galeppini, einen jungen Sportler, der Leidenschaft und authentische Werte verkörperte», heisst es darin. «In dieser Zeit der tiefen Trauer sind unsere Gedanken bei seiner Familie und allen, die ihn liebten. Emanuele, du wirst für immer in unseren Herzen bleiben.»

Galeppini stand auf der Liste der vermissten Italiener des Aussenministeriums. Gestern suchte sein Vater in der Bar «Constellation» nach ihm und startete einen Aufruf, da er sich sicher war, dass sein Sohn sich dort aufhielt, als das Feuer ausbrach.
Zuletzt hatte er um Mitternacht von seinem Sohn gehört, als er ihm zum Geburtstag gratulierte. Danach herrschte Stille. Der Vater hatte auch mehrere Spitäler in der Umgebung aufgesucht, in der Hoffnung, seinen Sohn zu finden – vergeblich.
08.42: Auf sozialen Medien kursiert ein bisher nicht bestätigtes Bild, das den Beginn der Feuer-Katastrophe zeigen soll. Laut «Bild» wurde die Aufnahme vom französischen Sender «BFMTV» veröffentlicht.

Darauf sind mehrere Menschen zu sehen, die Champagner-Flaschen mit Wunderkerzen drin in die Höhe halten. Gleichzeitig scheint die Decke bereits Feuer gefangen zu haben.
Einrichtungen und Details auf dem Bild passen zu bereits verifizierten Aufnahmen. Zudem haben mehrere Zeugen berichtet, dass Kellnerinnen Champagnerflaschen mit Wunderkerzen in die Höhe gehalten hätten.
Weitere Verletzte nach Frankreich verlegt
08.25: Auf Bitte der Schweizer Behörden sollen acht weitere Verletzte nach Frankreich verlegt werden. Das erklärte ein Sprecher des französischen Aussenministeriums gegenüber «BFMTV».
Demnach seien auch Anfragen zu Kinderbetten gestellt worden. «Wir prüfen derzeit, wie wir sie in unseren Spitälern versorgen können.»
Bereits drei Verletzte werden in französischen Spitälern behandelt.
08.20: Wie der Kanton Genf meldet, bereitet sich der Flughafen Genf auf die Ankunft der Familien ausländischer Opfer vor. Der Flughafen liegt rund 180 Kilometer von Crans-Montana VS entfernt. Unter den Opfern sollen sich auch ausländische Staatsanghörige befinden.
07.55: Nach dem verheerenden Brandunglück in einer Bar in Crans-Montana VS sind am Tag danach noch viele Familien im Ungewissen. Die Identifizierung der rund 40 Todesopfer dauere noch immer an, sagte ein Polizeisprecher am Freitagmorgen.
Die Arbeit ziehe sich möglicherweise über Tage hin, sagte der Sprecher zu Keystone-SDA. Es sei eine sehr schwere Arbeit, angesichts der vielen Todesopfer, betonte er.
Im Fokus stünden dabei die Familien. «Wir wollen so schnell wie möglich vorwärts machen», so der Sprecher weiter. «Damit die Zeit des Wartens für die Familien so schnell wie möglich vorbei ist.»

In der Zwischenzeit stünden die Behörden in engem Kontakt mit ihnen. Des Weiteren werden sie psychologisch betreut.
Die genaue Anzahl der Opfer konnte auch am Freitagmorgen noch nicht abschliessend genannt werden.
Mindestens 80 Menschen in kritischem Zustand
06.55: Laut dem Präsidenten der Walliser Regierung, Matthias Reynard, befinden sich mindestens 80 der 115 verletzten Personen in kritischem Zustand.
«Diese Zahl von achtzig bezieht sich auf die Personen, die durch den Walliser Rettungsorganisation KWRO betreut werden. Uns sind jedoch noch weitere Fälle bekannt, die sich ebenfalls in kritischem Zustand befinden und auf anderem Weg in die Notfallstationen gebracht wurden», sagt Reynard dem «Walliser Boten».
Allein in der Universitätsklinik Lausanne (CHUV) befinden sich «etwa dreizehn erwachsene und acht minderjährige Brandverletzte, deren Körperoberfläche zu mehr als 60 Prozent verbrannt ist». Das erklärt Wassim Rafoul, Chefarzt des Spitals Morges, dem «RTS».
03.00: Australien teilt mit, dass eine der beim Brand verletzten Personen aus Australien kommt. Gegenüber CNN sagen die Behörden, die Person werde in einem Spital behandelt. Man kläre mit den lokalen Verantwortlichen ab, ob weitere Australier unter den Opfern sind.
Crans-Montana ist auch bei ausländischen Touristen sehr beliebt. Einige der Opfer stammen auch aus Frankreich. Italienische Opfer wurden bereits in ein Spital in Mailand verlegt.











