Crans-Montana: Blockierte ein Tisch den Notausgang?
In der Silvesternacht kam es in Crans-Montana zu einem verheerenden Brand in einer Bar. 40 Menschen kamen ums Leben. Das Neuste dazu liest du im Nau.ch-Ticker.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein Feuer brach in der Silvesternacht in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana aus.
- Dabei kamen 40 Menschen ums Leben. 116 wurden teils schwer verletzt.
- Bar-Betreiber Jaques Moretti sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft. Ermittlungen laufen.
In der Silvesternacht brach in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana ein verheerender Brand aus.
Dabei kamen 40 Menschen – darunter viele Jugendliche – ums Leben. 116 Personen erlitten teils schwerste Verletzungen.
Ausgelöst haben soll den Brand die unsachgemässe Handhabung von Wunderkerzen. Diese sollen selbst eingebautes Dämmmaterial an der Decke der Keller-Bar entzündet haben.
Betreiber Jaques Moretti sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.
Das Neuste zur Brand-Katastrophe liest du im Ticker von Nau.ch:
Verstellte ein Tischchen den Notausgang?
12.00: Neue Erkenntnisse rund um die Silvesternacht in Crans-Montana.
Aufnahmen einer Überwachungskamera im «Le Constellation» legen nahe, dass ein Möbelstück den Fluchtweg blockiert haben könnte. Das berichtet das italienische Blatt «Corriere della Sera», dem die Aufnahmen vorliegen.

Im Bildausschnitt einer Videosequenz kurz vor dem Brand sei zu sehen, dass eine Tür durch ein Tischchen blockiert sei. Diese Tür sei als Notausgang gekennzeichnet gewesen.
Lausanner Elite-Privatschule trauert um aktuelle und ehemalige Schüler
09.45: Die Elite-Privatschule «Collège Champittet» aus Pully VD ist von der Brand-Katastrophe von Crans-Montana betroffen.

Die angesehene Privatschule trauert um drei aktuelle und vier ehemalige Schüler, die ihr Leben in der Silvesternacht verloren.
In einer Traueranzeige liess die Schule verlauten: «Wir werden diese Schüler in Erinnerung behalten und ihr Andenken ehren.»
Mindestens 48 Verletzte haben schwere Verbrennungen
09.15: Laut neuesten Zahlen des Bundesamts für Bevölkerungsschutz haben mindestens 48 Menschen in der Silvesternacht schwere Brandverletzungen erlitten. Das vermeldet der «24 heures».
Diese seien so schwer, dass die Brandopfer in hochspezialisierten ausländischen Verbrennungszentren behandelt würden.

Aktuell würden 19 Opfer in Frankreich und 12 Verletzte in Italien behandelt. In Deutschland kümmere man sich um 10 Patienten aus Crans-Montana, in Belgien würden 7 Brandopfer behandelt.
Die meisten Verletzten seien ausländische Staatsangehörige. Aber auch 24 Schweizer Verletzte mussten ins Ausland verlegt werden.
Bar-Personal hatte keine Notfall-Schulung
07.38: Das Personal des «Le Constellation» soll keine Notfall-Schulung erhalten haben.
Das geht aus Aussagen hervor, die die Morettis gegenüber den Ermittlern getätigt haben, wie «Le Temps» schreibt. Demnach hätten sich in der Bar vier Feuerlöscher befunden.

Auch der Notausgang sei gekennzeichnet gewesen. Ein defektes Leuchtschild sei erst kurz vor Silvester repariert worden.
Allerdings habe das «Le Constellation» keine Sprinkleranlage, räumte Moretti ein. Zudem sei das Personal nicht für Notfälle wie Feuer geschult worden.












