Crans-Montana: Anwalt erklärt, warum Opfer 10'000 Franken brauchen
Das Wallis stellt pro Opfer, das nach dem Feuer in Crans-Montana verstorben oder im Spital ist, 10'000 Franken zur Verfügung. Ein gutes Zeichen, so ein Anwalt.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Kanton Wallis spricht für jedes Crans-Montana-Opfer 10'000 Franken finanzielle Hilfe.
- Ein Opfer-Anwalt erklärt, wofür das Geld gebraucht wird.
- So etwa für die Reise, wenn ein Kind im Ausland behandelt werden muss.
Bei der Brand-Katastrophe von Crans-Montana sterben 40 Menschen, 116 werden ins Spital eingeliefert. Gestern hat der Walliser Staatsrat nun entschieden, eine Soforthilfe zu gewähren.
Alle Familien von Opfern, die entweder gestorben sind oder ins Spital mussten, bekommen 10'000 Franken zur Verfügung gestellt.
Der Genfer Anwalt Romain Jordan vertritt mehr als 20 Opfer-Familien. Er spricht von einer guten Nachricht.

Spital-Reisen, Handys oder Kinder-Betreuung
«Natürlich ist Geld in einem solchen Zusammenhang völlig nebensächlich», stellt Jordan klar. «Menschen liegen im Koma oder sind gestorben.»
Aber man könne sich etwa vorstellen, was für Kosten entstehen – zum Beispiel: «Wenn man über Nacht in eine europäische Stadt reisen muss, um ein verletztes Kind zu begleiten, das im Koma liegt.»
Weiter seien beim Brand viele Sachen verloren- oder kaputtgegangen. «Zum Beispiel Handys. Viele Familien sprechen mich auf solche Dinge an.»
Ausserdem gebe es für viele zusätzliche Auslagen für die Kinderbetreuung.
Auch der Bund will helfen – ohne Zahlen zu nennen
Wie der Kanton Wallis hat auch der Bund den Opfern und ihren Angehörigen Hilfe zugesichert. Allerdings ohne konkrete Zahlen zu nennen.
Im Moment könne man noch nicht abschätzen, welchen Teil die Versicherungen und Kantone am Ende abdecken würden.



















