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Crans-Montana: Anwalt erklärt, warum Opfer 10'000 Franken brauchen

Andrea Schüpbach
Andrea Schüpbach

Crans-Montana,

Das Wallis stellt pro Opfer, das nach dem Feuer in Crans-Montana verstorben oder im Spital ist, 10'000 Franken zur Verfügung. Ein gutes Zeichen, so ein Anwalt.

Crans-Montana
An der Gedenkfeier in Martigny halten Angehörige der Opfer eine Schweigeminute. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Kanton Wallis spricht für jedes Crans-Montana-Opfer 10'000 Franken finanzielle Hilfe.
  • Ein Opfer-Anwalt erklärt, wofür das Geld gebraucht wird.
  • So etwa für die Reise, wenn ein Kind im Ausland behandelt werden muss.

Bei der Brand-Katastrophe von Crans-Montana sterben 40 Menschen, 116 werden ins Spital eingeliefert. Gestern hat der Walliser Staatsrat nun entschieden, eine Soforthilfe zu gewähren.

Alle Familien von Opfern, die entweder gestorben sind oder ins Spital mussten, bekommen 10'000 Franken zur Verfügung gestellt.

Der Genfer Anwalt Romain Jordan vertritt mehr als 20 Opfer-Familien. Er spricht von einer guten Nachricht.

Romain Jordan Crans-Montana
Anwalt Romain Jordan vertritt rund 20 Opfer von Crans-Montana. - SRF Schweiz aktuell

Spital-Reisen, Handys oder Kinder-Betreuung

«Natürlich ist Geld in einem solchen Zusammenhang völlig nebensächlich», stellt Jordan klar. «Menschen liegen im Koma oder sind gestorben.»

Aber man könne sich etwa vorstellen, was für Kosten entstehen – zum Beispiel: «Wenn man über Nacht in eine europäische Stadt reisen muss, um ein verletztes Kind zu begleiten, das im Koma liegt.»

Weiter seien beim Brand viele Sachen verloren- oder kaputtgegangen. «Zum Beispiel Handys. Viele Familien sprechen mich auf solche Dinge an.»

Ausserdem gebe es für viele zusätzliche Auslagen für die Kinderbetreuung.

Auch der Bund will helfen – ohne Zahlen zu nennen

Wie der Kanton Wallis hat auch der Bund den Opfern und ihren Angehörigen Hilfe zugesichert. Allerdings ohne konkrete Zahlen zu nennen.

Im Moment könne man noch nicht abschätzen, welchen Teil die Versicherungen und Kantone am Ende abdecken würden.

Kommentare

User #1606 (nicht angemeldet)

Warum muss der Staat gerade stehen, zuerst sollen die Hauptverantwortlichen (Gemeinde, Eigentümer) mal tüchtig zahlen und nicht der Steuerzahler.

User #8982 (nicht angemeldet)

1. Was tun JUGENDLICHE an solchen Orten OHNE die Eltern? 2. Keine Entschuldigung der Gemeinde und des Kantons. ALLE Verantwortlichen auf jeder Stuff entlassen und persöhnlich haftbar einklagen. Die ANGESTELLTEN, die das Feuer entfachte einklagen, das heisst REGRESS führen. Schulungen WIEDER einführen wie für Wirte, die unser EU FREUNDLICHE UNSTAAT, sausen liessen.

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