Die Basler Fasnacht hat Folgen. Der Kanton Basel-Stadt verzeichnet derzeit so viele durch das Coronavirus bedingte Hospitalisationen wie zuletzt Ende 2020.
Coronavirus Spital Basel
Ärzte und Pflegende kümmern sich um Covid-Patienten in einer Intensivstation im Universitätsspital Basel, am Montag, 28. Dezember 2020, in Basel. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Aktuell befinden sich rund 150 Covid-Patienten in den Spitälern des Kantons Basel-Stadt.
  • So viele gab es in dem Kanton zuletzt im Dezember 2020.
  • In den letzten Tagen hat auch die Covid-Belegung der Intensivstationen zugenommen.

Die Zahl der mit dem Coronavirus eingewiesenen Patienten ist im Kanton Basel-Stadt stark angestiegen. Derzeit befinden sich rund 150 Covid-19-Patienten in den Spitälern des Kantons. Das ist der höchste Wert seit Dezember 2020!

Die Belegung der Intensivstationen liegt mit 15 Covid-Kranken zwar nach wie vor unter dem Wert der vergangenen Monate. Doch auch hier ist eine leicht steigende Tendenz erkennbar.

Fasnacht
Die Basler Fasnacht beginnt um 4 Uhr morgens mit dem Morgestraich.
Als «Basler Künstlerlarven» werden die teils schaurigen Masken bezeichnet.
Als «Basler Künstlerlarven» werden die teils schaurigen Masken bezeichnet.
Sämtliche Laternen werden von Fasnachts-Cliquen ausgestellt.
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Darf nicht fehlen: Der traditionelle «Schnitzelbängg». Die Sänger bereiten Ereignisse aus dem vergangenen Jahr auf ironische bis sarkastische Weise auf.
Darf nicht fehlen: Der traditionelle «Schnitzelbängg». Die Sänger bereiten Ereignisse aus dem vergangenen Jahr auf ironische bis sarkastische Weise auf.
Die Guggenkonzerte finden jeweils am Dienstag statt und heizen den Zuschauern so richtig ein.
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Mehr als 200'000 Besucher nehmen jährlich an der Basler Fasnacht teil.
Mehr als 200'000 Besucher nehmen jährlich an der Basler Fasnacht teil.

Vor acht Tagen befanden sich «lediglich» fünf mit dem Coronavirus infizierte Personen auf IPS-Betten. Immerhin ist die Zahl der täglichen Infektionszahlen nach vielen Ansteckungen an der Basler Fasnacht wieder rückgängig.

Kombination aus Massnahmenaufhebung, Sub-Variante und Fasnacht

Das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt glaubt, dass die steigenden Corona-Zahlen eine Kombination darstellen: «Aus dem Effekt der Massnahmenaufhebung, der leicht ansteckbaren Omikron-BA.2-Variante (Untervariante von Omikron, die aktuell stark zunimmt) und den Ansteckungen an der Fasnacht», sagt Mediensprecherin Anne Tschudin auf Anfrage.

Bereitet Ihnen die leicht ansteckbare Omikron-BA.2-Variante Sorgen?

Rudolf Hauri spricht an dem Point de Presse zur aktuellen Corona-Lage. - YouTube/Der Schweizerische Bundesrat

Auch der Zuger Kantonsarzt Rudolf Hauri hebte gestern hervor, dass «Festivitäten wie die Fasnacht» schnell zu steigenden Corona-Zahlen führen.

Mit dieser Entwicklung sei aus epidemiologischer Sicht zu rechnen gewesen, erklärt auch Tschudin. «Bei hohen Ansteckungszahlen kam es bisher in der Pandemie mit einer Verzögerung auch zu einem Anstieg der Hospitalisationen. Dies ist im Moment auf den Kohortenstationen (Normalstation mit isolierten Covid-Patienten) zu beobachten, nicht auf den Intensivstationen.»

Coronavirus Basel
Vor einem Labor, das Tests auf das Coronavirus anbietet, bildet sich eine Warteschlange in Basel, am Montag, 19. April 2021. - Keystone

Wichtig sei nun zu beobachten, wie sich die Hospitalisationszahlen und die Zahl der intensivpflichtigen Patienten verhalten werden. Derzeit sei die Mehrheit der Hospitalisierten mit dem Coronavirus über 60 Jahre alt.

«Die weitere Dynamik wird nun letztlich wiederum von verschiedenen Faktoren abhängen. Unter anderem vom Verhalten der Bevölkerung sowie auch vom weiteren Verlauf des Wetters respektive der Temperaturen. Diese könnten mithelfen», erläutert Tschudin.

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