Am Mittwoch trifft der Bundesrat in Luzern die Bevölkerung. Das lockt Skeptiker der Massnahmen gegen das Coronavirus an. Das Fedpol hat Kenntnis.
Coronavirus Polizei fedpol
Das Bundesamt für Polizei (Fedpol) stellt eine steigende Gewaltbereitschaft der Corona-Leugner-Szene fest. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Mittwoch besucht der Bundesrat die Stadt Luzern.
  • Massnahmengegner wollen zeitgleich in der Stadt antraben.
  • Das Fedpol ist sich der Gefahr bewusst und analysiert die Situation laufend.

Auch während einer Pandemie möchte der Bundesrat «seine grosse Verbundenheit mit den verschiedenen Regionen unseres Landes» zum Ausdruck bringen. In Zeiten des Coronavirus ist dies aber nicht nur aus Krankheits-Gründen heikler als sonst.

Denn: Massnahmengegner und Bundesratskritiker haben vom Plan Wind bekommen. Und wollen nun das Treffen mit der Luzerner Bevölkerung stören.

Coronavirus: Fedpol über Skeptiker-Vorhaben informiert

Das Fedpol ist über die Ankündigung der Massnahmengegner informiert, wie Mediensprecherin Mélanie Lourenço auf Anfrage von Nau.ch bestätigt. «Wir beurteilen laufend, ob und in welchem Ausmass die Bundesrätinnen und Bundesräte gefährdet sind.»

Extra Muros Schwyz
Hier besuchte der damalige Bundesrat im Jahr 2014 die Stadt Schwyz.
Extra Muros St. Gallen
Es wird viel gelacht an diesen speziellen Reisen des Bundesrats, wie hier 2018 in St. Gallen.
Extra Muros Zürich
Der letzte Anlass dieser Art fand 2019 in Zürich statt.
Extra Muros Zürich
Danach mussten die Sitzungen «extra muros» aufgrund des Coronavirus ausgesetzt werden.

Die Schutzmassnahmen, welche vom Fedpol festgelegt werden, sollen vor Ort von den kantonalen Polizeien umgesetzt werden. «Fedpol koordiniert und leitet alle sicherheitspolitischen Aktivitäten in enger Zusammenarbeit mit den kantonalen Polizeien und anderen Sicherheitskräften.» Dies sei auch in Luzern der Fall.

Über konkrete Schutzmassnahmen wolle man jedoch keine Auskunft geben. «Aus Sicherheitsgründen». Auch die Polizei Luzern möchte sich zum Anlass am Mittwoch nicht äussern.

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