Der Bundesrat hat am Freitag neue Massnahmen bezüglich des Coronavirus beschlossen – darunter eine freiwillige 2G-Regel für Beizen. Diese sind unentschlossen.
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Wer nicht gegen das Coronavirus geimpft ist, darf oft nicht ins Restaurant. (Symbolbild) - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Restaurants und Clubs dürfen über eine freiwillige 2G-Regel bestimmen.
  • Dies hat der Bundesrat am Freitag kommuniziert.
  • Die Gastronomen sind noch unsicher, ob sie 2G einführen wollen.

Auswärts essen gehen dürfen vielleicht bald schon nur noch Geimpfte oder vom Coronavirus genesene Personen. Am Freitag erliess der Bundesrat dazu zwar noch keine neuen Massnahmen, doch Gastronomen dürfen nun selber entscheiden.

Unter den Beizerinnen und Gastgebern ist man diesbezüglich noch unsicher, wie eine Umfrage von Nau.ch zeigt. Einige prüfen die 2G-Regel, andere warten noch ab.

Ja, nein, vielleicht

So findet etwa das Millfeuille in Luzern, dass man sich an die Vorgaben des Bundesrats halte. «Von einer 2G-Regel sehen wir ab», erklärt Gastgeberin Simone Müller.

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Beim Take-away im Tibits muss wegen des Coronavirus eine Maske getragen werden. - zVg

Bei der Restaurant-Kette von Tibits wird sich ebenfalls nichts ändern. Dies sagt Mediensprecherin Claire Honegger auf Anfrage von Nau.ch. «Die Einführung einer 2G-Regelung ziehen wir zurzeit nicht in Betracht.»

Man habe wegen des Take-Away-Angebots sowieso eine generelle Maskenpflicht für Kunden. Zudem würde Tibits regelmässig die Luftqualität mittels CO2-Filter kontrollieren.

Luzerner Beizer prüft 2G wegen Coronavirus

Beim KKL in Luzern sieht es etwas anders aus: «Ja, wir evaluieren momentan diese Möglichkeit und sind mit unseren Veranstaltern in Kontakt.» Zum KKL gehören das La Piaf, das Lucide und die Seebar. Vor einem Entscheid wolle man noch die finale Verordnung der Behörden abwarten, sagt Corinne Schneebelli von der Medienstelle.

Was halten sie von einer 2G-Pflicht in der Schweiz?

Das Vorgehen ist also jedem Restaurant selber überlassen. Hinzu kommt, dass die Kontrolle von 2G bis zum 13. Dezember manuell gemacht werden müsste.

Ein Update der Zertifikats-Software soll nämlich erst dann erhältlich sein. Davor müssen Beizen jedes Zertifikat eigens auf Impfung oder Genesung durchleuchten.

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