Studie

    Busflotte könnte 15 Jahre früher elektrisch werden als geplant

    Keystone-SDA
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    Dübendorf,

    Dieselbusse zu E-Bussen umbauen statt neu kaufen: Laut einer Empa-Studie liesse sich so die europäische Busflotte 15 Jahre früher elektrifizieren und dabei Kosten sparen.

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    Laut einer Empa-Studie liesse sich so die europäische Busflotte 15 Jahre früher elektrifizieren und dabei Kosten sparen. (Symbolbild) - keystone

    Die Elektrifizierung der Busflotten in Europa komme mit dem Kauf von Neufahrzeugen zu langsam voran, um die Klimaziele für 2050 zu erreichen, wie die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) am Dienstag mitteilte. Eine von ihr durchgeführte Studie untersucht deshalb das Potenzial eines anderen Weges: Der Umrüstung bestehender Dieselfahrzeuge auf Elektrobetrieb.

    Im Jahr 2023 waren laut der Untersuchung knapp drei Prozent der Busse in Europa elektrisch angetrieben. Bei einem gleichbleibenden Erneuerungstempo wäre eine Quote von über 95 Prozent erst um das Jahr 2055 erreicht und damit nach dem Netto-Null-Ziel.

    «Wenn wir bestehende Busse auf Elektrobetrieb umrüsten, anstatt sie durch neue zu ersetzen, erreichen wir die vollständige Elektrifizierung der Busflotte rund 15 Jahre früher», wurde Studienautor Harald Desing in der Mitteilung zitiert.

    Die Studie, die im Rahmen eines EU-Forschungsprojekts entstand, bezeichnete die Umrüstung als technisch und wirtschaftlich realisierbar. Für den Umbau müssten im Wesentlichen der Motor und das Getriebe ausgetauscht werden. Anstelle von Auspuff und Dieseltank würden Batterien montiert. Da es bei Stadtbussen nur wenige Modellreihen in grossen Stückzahlen gebe, könnten die Bauteile und das Verfahren standardisiert werden. Ein einzelner Umbau würde mit solchen standardisierten Kits nur wenige Tage dauern.

    Die Umrüstung verursache rund 20 bis 50 Prozent weniger Umweltauswirkungen als die Produktion eines neuen Busses, schreibt der Forscher Harald Desing in der Studie. Zudem verhindere das Vorgehen, dass ausgediente Dieselbusse in andere Länder verkauft und dort weiter mit Diesel betrieben würden.

    Für die Busbetreiber entstünden Kostenvorteile, da sie die durchschnittliche Lebensdauer ihrer Fahrzeuge von rund 20 Jahren nicht abwarten müssten. Die Lebensdauer der Karosserie könne sich durch den neuen Antrieb sogar verlängern.

    Diese Resultate veröffentlichtne die Forschenden im Fachblatt «Environmental Research: Infrastructure and Sustainability».

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    Kommentare

    User #2301 (nicht angemeldet)

    Wo wir wohl all den Strom hernehmen wollen

    User #3296 (nicht angemeldet)

    Keine elektrischen Busse anmelde Diesel soll bleiben bis 2060. Alles Verbrecher alles Verbrecher

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