Studie

Neue AKW lohnen sich nur mit staatlicher Unterstützung

Keystone-SDA
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Bern,

Neue AKW in der Schweiz bleiben teuer und unrentabel – nur mit massiver staatlicher Förderung wären sie laut einer Studie wirtschaftlich überhaupt denkbar.

akw
Mit dem Atomkraftwerk in Leibstadt AG ging im Jahr 1984 zum letzten Mal ein neues AKW in der Schweiz in Betrieb. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Neue AKW in der Schweiz sind heute ohne Staatshilfe nicht rentabel.
  • Selbst mit Förderung lohnen sie sich laut ETH Zürich und PSI meist nicht.
  • Klimaziele sind auch ohne neue AKW erreichbar, aber mit mehr Stromimport im Winter.

Neue Atomkraftwerke in der Schweiz sind laut einer neuen Studie unter den heutigen Bedingungen nicht konkurrenzfähig.

Rentabel könnten sie nur mit staatlicher Förderung, Risikoabsicherung und deutlich tieferen Baukosten werden.

Zu diesem Schluss kommt eine am Montag veröffentlichte Studie von 19 Forschenden der ETH Zürich und des Paul Scherrer Instituts (PSI). Sie basiert auf vier Energiemodellen für das Jahr 2050.

investition
Klimaziele sollen auch ohne neue AKW erreicht werden. - keystone

Damit neue AKW wirtschaftlich würden, müsste die Politik die Kernenergie ähnlich wie Erneuerbare fördern und Finanzierungsrisiken absichern.

Bei derzeit in Europa und den USA beobachteten Baukosten von 12'000 Franken pro Kilowatt lohne sich eine Investition aber selbst mit staatlicher Unterstützung in drei von vier Modellen nicht mehr.

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Den Forschenden zufolge kann die Schweiz ihre Klimaziele bis 2050 auch ohne neue Kernkraftwerke erreichen, bliebe im Winter aber auf Stromimporte angewiesen.

Neue Kraftwerke könnten diese Importe verringern, aber nicht vollständig ersetzen.

Kommentare

User #1050 (nicht angemeldet)

Die Solaranlagen werden auch subventsioniert und macht uns abhängig von China. Aber dies wollen die Linken nicht wissen.

User #4696 (nicht angemeldet)

ITER Tokamak-Complex ist ein Experiment zur Demonstration der Kernfusion. Die Anlage soll in ihren Experimenten etwa 500 MW Fusionsleistung erzeugen, bei rund 50 MW äusserer Heizleistung, also ein Verhältnis von ungefähr 10:1. Aus eingespeisten 50 MW werden also 500 MW.

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