Klassenzuteilungen: Ein Balanceakt für das neue Schuljahr
775 Kinder starten in Dübendorf ins neue Schuljahr. Bei den Zuteilungen gab es 31 Einsprachen – doch aus Platzgründen konnten nur fünf bewilligt werden.

Wie die Primarschulpflege Dübendorf mitteilt, hat sie die Zuteilungen für das Schuljahr 2026/2027 abgeschlossen. Insgesamt wurden 775 Kinder eingeteilt und 31 Einsprachen geprüft. Trotz sorgfältiger Abwägung konnten 24 Gesuche aus schulorganisatorischen Gründen nicht berücksichtigt werden.
Die Primarschule Dübendorf hat für das Schuljahr 2026/2027 insgesamt 775 Schülerinnen und Schüler dem 1. Kindergarten, der 1. Klasse sowie der 4. Klasse zugeteilt. Im Zuge dieses Prozesses gingen 31 Einsprachen ein.
Die Primarschulpflege hat gemeinsam mit der Schulverwaltung und den Schulleitungen jede Einsprache sorgfältig geprüft. Zwei Familien zogen ihre Gesuche zurück. In fünf Fällen konnte sie eine Umteilung noch ermöglichen.
Ausgewogene Klassen als oberstes Ziel
Kann einem Gesuch nicht stattgegeben werden, ist dies für die betroffenen Familien meist schwierig zu verstehen. Die Primarschulpflege kann die Enttäuschung nachvollziehen. Grundlage für die Entscheide sind schulorganisatorischer Natur.
Allen Kindern gute Lernbedingungen in ausgewogenen Klassen zu ermöglichen, ist oberstes Ziel der Zuteilung und gegenüber individuellen Wünschen stärker zu gewichten.
Gründe für Ablehnungen im Überblick
Klassengrössen und Zusammensetzung: Eine ausgewogene Verteilung der Schülerinnen und Schüler ist zentral. Hierzu zählen Leistungsfähigkeit, soziale und sprachliche Herkunft sowie Geschlechterverteilung.
Kapazitäten der Schulhäuser und Kindergärten: Nicht alle Kinder aus einem Quartier konnten dem gewünschten Schulstandort zugeteilt werden. Die Kinderzahlen in einem Quartier ändern sich von Jahr zu Jahr teilweise stark, sodass mitunter keine andere Lösung bleibt als die Zuteilung zu einem anderen Schulgebäude, um ausgewogene Klassengrössen zu bilden.
Die Kindergärten Stägenbuck, Nelkenstrasse und am Stadtrand waren beispielsweise für das nächste Schuljahr bereits stark ausgelastet, während im Quartier Högler ein Kindergarten mangels genügender Kinder hätte geschlossen werden müssen.
Nicht alle Wünsche können berücksichtigt werden
Nicht berücksichtigbare Kriterien: Kriterien wie Freundschaften, Verwandtschaften, Wünsche bezüglich Zuteilung von Geschwistern sowie bestimmten Lehrpersonen können nicht berücksichtigt werden. Auch ausserschulische Aktivitäten oder familiäre Terminbedürfnisse finden keine Berücksichtigung.
Zudem werden ärztliche und psychologische Stellungnahmen nur in begründeten Ausnahmefällen berücksichtigt. Für Kinder sind ein Stufenwechsel und insbesondere der Schuleintritt ein grosser Schritt.
Aus pädagogischer Sicht ist wichtig zu wissen: Kinder sind in der Regel gut in der Lage, sich in neuen Situationen zurechtzufinden, neue Freundschaften zu knüpfen und sich an unterschiedliche Lehrpersonen anzupassen.
Veränderungen als Chance zur Entwicklung
Die Erfahrung zeigt, dass viele Kinder Veränderungen oft besser bewältigen, als ihnen von Erwachsenen zugetraut wird, und damit auch persönlich wachsen. Natürlich ist die Schule dabei auf die wertvolle Mitarbeit der Eltern angewiesen, die in ihrem Kind die Neugierde und Vorfreude auf das Neue wecken können.






