Bundesrat will Jugendurlaub auf zwei Wochen verlängern
Junge Menschen, die sich ehrenamtlich für ausserschulische Jugendarbeit engagieren, sollen dafür mehr Zeit zur Verfügung bekommen. Der Bundesrat will den unbezahlten Jugendurlaub für Menschen unter 30 Jahren von einer auf zwei Wochen pro Jahr verlängern.

Auch soll der Anwendungsbereich des Jugendurlaubs erweitert werden, wie der Bundesrat am Freitag anlässlich der Verabschiedung der Botschaft für eine entsprechende Änderung des Obligationenrechts ans Parlament mitteilte. Neben dem Engagement in Vereinen und Organisationen soll der Urlaub neu auch für die offene Kinder- und Jugendarbeit gelten. Als Beispiel wird die Mitarbeit in einem Jugendzentrum genannt.
Die Vernehmlassung habe eine breite Zustimmung zu den Plänen gezeigt, hiess es weiter. Nahezu alle Teilnehmenden begrüssten die Stärkung des ehrenamtlichen Engagements junger Menschen. Dabei sei der positive Beitrag der Freiwilligenarbeit für die Gesellschaft betont worden.
Mit der Vorlage setzt der Bundesrat einen Auftrag des Parlaments um. Ob die Neuerung eingeführt wird, werden erneut die Räte entscheiden.
Der Jugendurlaub dient der Förderung von ehrenamtlicher, leitender, betreuender oder beratender Tätigkeit in der ausserschulischen Jugendarbeit. Das Engagement kann unter anderem in Sport- oder Musikvereinen sowie im Gesundheitswesen stattfinden. Ausgeschlossen sind Tätigkeiten in kommerziell ausgerichteten Organisationen.










