Genf als Hauptsitz des neuen internationalen Klima-Germiums ISSB? Die Kandidatur der Rhonestadt präsentierte am Mittwoch Bundesrat Ueli Maurer.
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Bundesrat Ueli Maurer sieht bei der Umsetzung der neuen globalen Konzernsteuerregel in der Schweiz keine grösseren Probleme mehr. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Gründung des Klima-Gremiums ISSB steht bevor.
  • Als Hauptsitz für die Organisation stellt die Schweiz Genf als Kandidatin.

Genf soll Sitz des neuen internationalen Klima-Gremiums ISSB werden. Die Kandidatur der Rhonestadt präsentierte am Mittwoch Bundesrat Ueli Maurer. Das Gremium soll künftig für die Wirtschaft globale Standards für klimabezogene Finanzberichterstattung erarbeiten.

Bis zur nächsten internationalen Klimakonferenz COP 26 im November in Glasgow, Schottland, sollen sowohl der Sitzort und die Gründung des International Sustainability Standards Board (ISSB) bekannt gegeben werden. Dies schrieb das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) am Mittwoch.

Genf Wasserfontäne
Spaziergängerinnen und Spaziergänger in Genf am See mit der Wasserfontäne Jet d'Eau als Wahrzeichen im Hintergrund. (Archivbild) - SDA

Die Schweiz soll zu den weltweit führenden Standorten für Finanzflüsse in nachhaltige Aktivitäten (Sustainable Finance) gehören, so das EFD. Die Kandidatur von Genf als Sitz des geplanten ISSB passe bestens in diese Strategie. Die Stadt verfüge wegen seiner Nähe zu wichtigen internationalen Organisationen und Nichtregierungsorganisationen über eine globale Ausstrahlung und sei als unabhängiger und neutraler Verhandlungsort weltweit anerkannt.

Die Schweiz ist laut EFD zudem ein glaubwürdiger Gaststaat für ein solches Gremium. Sie habe sich verpflichtet, ehrgeizige Klimaschutzmassnahmen zu ergreifen, um die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 50 Prozent zu reduzieren und bis 2050 auf null zu senken.

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