Bundesrat

    Bundesrat lehnt Corona-Subventionen für Kitas ab

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Bern,

    Kitas und Spielgruppen haben in der Corona-Krise starke Ertragsausfälle. Der Bundesrat will diese jedoch nicht decken und lehnt entsprechende Anträge ab.

    coronavirus massnahmen
    Der Bundesrat hat am Mittwoch die Lockerung der Corona-Massnahmen beschlossen. - Gemeinde Buchrain

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bildungskommissionen fordern vom Bund Subventionen für Kitas und Spielgruppen.
    • Dadurch sollen ungedeckte Kosten und Ertragsausfälle gedeckt werden.
    • Der Bund lehnt diese Anträge jedoch weiterhin ab.

    Kitas und Spielgruppen sollen kein Geld aus der Bundeskasse erhalten, um die Folgen der Corona-Krise abzufedern. Der Bundesrat bleibt seinem bisherigen Credo treu und lehnt entsprechende Anträge der Parlamentskommissionen ab.

    Die Bildungskommissionen beider Räte sind da jedoch anderer Meinung: Sie fordern Subventionen vom Bund. Damit sollen ungedeckte Kosten und somit Ertragsausfälle bei den Betreibern der Angebote in der Kinderbetreuung kompensiert werden.

    Kitas mussten während Corona-Krise offenbleiben

    Bund und Kantone haben im Zuge der Corona-Krise festgelegt, dass die Einrichtungen im Grundsatz offenbleiben müssen. Gleichzeitig wurden die Eltern angehalten, ihre Kinder nach Möglichkeit selbst zu betreuen. Der Bundesrat teilt das Anliegen, lehnt die Motionen aber aus staatspolitischen Gründen ab. Kurz gesagt: Er fühlt sich nicht verantwortlich.

    Kinder Coronavirus
    Geschlossene Kitas und Spielplätze: Auch kleinere und grössere Kinder leiden in Zeiten des Coronavirus unter Einschränkungen. (Symbolbild) - dpa

    «Die primäre Zuständigkeit für die familienergänzende Kinderbetreuung liegt bei den Kantonen und Gemeinden.» Dies schreibt die Regierung in ihrer am Freitag publizierten Antwort auf die Vorstösse. Es sei an ihnen, Massnahmen für die Institutionen in die Wege zu leiten.

    Kitas können Kurzarbeitsentschädigungen beantragen

    Kitas und Spielgruppen könnten aber – wie andere KMU – Kurzarbeitsentschädigungen oder Überbrückungskredite beantragen. Zusätzliche Massnahmen auf Bundesebene seien nicht angezeigt.

    Es bestehen aber realistische Chancen, dass der Bundesrat gezwungen wird, Bundesgelder zu sprechen. Anders als der Bundesrat sehen auch die Finanzkommissionen beider Räte Handlungsbedarf bei der Unterstützung der familienergänzenden Kinderbetreuung. Die Nationalratskommission beantragt einen entsprechenden Kredit in Höhe von 100 Millionen Franken, die Ständeratskommission sieht 65 Millionen Franken dafür vor. Eine SVP-Minderheit möchte auf die Aufstockung verzichten.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Coronavirus
    139 Interaktionen
    «Schaffen Abstand»
    Coronavirus
    39 Interaktionen
    Wegen Corona-Lockdown

    MEHR BUNDESRAT

    Guy Parmelin
    6 Interaktionen
    «Etwas nervös»
    Parmelin-Nachfolge
    196 Interaktionen
    Friedli, Rickli & Co.
    Coronavirus masken
    12 Interaktionen
    Bern
    Bundesrat Budget
    3 Interaktionen
    Bei digitalen Abos

    MEHR AUS STADT BERN

    sc bern
    1 Interaktionen
    Auch Tigers siegen
    3 Interaktionen
    Wohl kein Datendiebstahl
    YB Gerry Seoane GC
    13 Interaktionen
    Duell im Letzi
    Gaza-Demo
    161 Interaktionen
    Unbewilligt