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    Bundesrat zieht Zivilschutzschraube an – Dienst neu bis 40

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Ab 2026 müssen mehr Männer länger im Zivilschutz bleiben. Der Bestand soll damit stabilisiert werden – sonst drohe ein Leistungsabbau.

    Zivilschutz Schlamm
    Die verkürzte Dienstpflicht wird rückgängig gemacht. So will der Bund das Soll von 72’000 Angehörigen wieder erreichen. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ab 2026 gilt der Zivilschutz für Wehrpflichtige bis zum 40. Altersjahr.
    • Die Massnahme soll den akuten Personalmangel im Zivilschutz beheben.
    • Auch Ausbildung, Sanitätsdienst und Verkehrskoordination werden neu geregelt.

    Ab dem 1. Januar 2026 müssen alle Wehrpflichtigen bis zum 40. Altersjahr in den Zivilschutz. Der Bundesrat hat diese Massnahme zur Aufstockung der Zivilschutzbestände auf dieses Datum in Kraft gesetzt. Der Zivilschutz ist bereits heute unterdotiert.

    Die Anhebung des Zivilschutzalters hebt die Verkürzung auf das 36. Altersjahr im Jahr 2021 auf Mannschaftsstufe und für Unteroffiziere wieder auf, wie der Bundesrat am Mittwoch zur Umsetzung der Teilrevision des Bevölkerungs- und Zivilschutzgesetzes (BZG) mitteilte.

    Damit wird das Reservoir an Personen, die den Wehrdienst bereits absolviert haben, grösser. Die den Kantonen zur Umsetzung des tieferen Alters bis Ende 2025 gewährte Übergangsfrist fällt damit ebenfalls dahin.

    Zweite Phase der Reform bringt neue Zuständigkeiten

    Die Teilresivision verabschiedete das Parlament im März. Diese umfasst zwei Teile. Um den akuten Unterbestand rasch anzugehen, setzt der Bundesrat den zweiten Teil nun 2026 in Kraft. Neben dem Alter regelt dieser Teil die Aus- und Weiterbildung sowie die Forschung im koordinierten Sanitätsdienst.

    Leistest du Zivilschutz-Arbeit?

    Weiter geht es um die Koordination des Verkehrswesens. Darin ist festgelegt, welche Stellen mit der Planung, Vorbereitung und Bewältigung von Ereignissen beauftragt sind. Gleichzeitig verankert der Bundesrat die von den Kantonen bereits eingeführten Notfalltreffpunkte für die Bevölkerung gesetzlich.

    Ohne Anstieg des Bestands wäre Leistungsabbau die Folge

    Der Zivilschutz leidet unter Personalmangel. Die Zielgrösse für den landesweiten Sollbestand liegt bei 72'000 Angehörigen. Zu Beginn des Jahres 2025 zählte der Zivilschutz nach Angaben des Bundesrats aber nur 57'000 Angehörige.

    Bei rund 4000 Neurektrutierten pro Jahr dürfte der Ist-Bestand bis 2030 nur noch bei 50'000 Zivilschützerinnen und Zivilschützern liegen. Ohne einen Anstieg des Bestands wäre ein Leistungsabbau die Folge.

    Der erste Teil der Teilrevision des BZG enthält die Verpflichtung von Zivildienstleistenden zum Zivilschutz. Er wird voraussichtlich am 1. Januar 2027 in Kraft treten, weil er eine Anpassung des Verordnungsrechts erfordert.

    In den Zivilschutz müssen Schweizer Männer, wenn sie keinen Militär- oder Zivildienst leisten.

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    Kommentare

    User #1473 (nicht angemeldet)

    Mit einem JA zum Service citoyen werden die Dienste kürzer statf länger.

    User #2759 (nicht angemeldet)

    Früher wurde man für eine Leistung entlöhnt. Heute wird man stattlich dazu gezwungen ohne Mitspracherecht - und das ausgerchnet von denen die selbst nicht mehr betroffen sind von ihrer Reglung hmmmmm ; ) Alle Bundesräte ab in ZS 3-4 wochen jährlich um das nachzuholen! Genug von diesen Pinseln!

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