Der WWF richtet einen Appell an die Aufsichtsbehörden der SNB und Finma. Sie sollen das Thema Biodiversität in ihrer Tätigkeit stärker berücksichtigen.
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Ein Regenwald wird abgeholzt. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/AP/LEO CORREA

Das Wichtigste in Kürze

  • Viele Banken nehmen neu Biodiversitätsrisiken in ihre Aufsichtstätigkeit auf.
  • Denn der Verlust von Biodiversität führt laut einer Studie auch zu finanziellen Risiken.
  • Der WWF verlangt nun dasselbe auch von der SNB und Finma.

Die Umweltorganisation World Wildlife Fund (WWF) ruft die Schweizerische Nationalbank (SNB) und die Finanzmarktaufsicht (Finma) zum Handeln auf. Dies vor dem Hintergrund der Abholzung von Wäldern, Monokulturen und Überfischung.

Eine wachsende Zahl von Zentralbanken habe damit begonnen, Biodiversitätsrisiken zu untersuchen und in ihrer Aufsichtstätigkeit zu berücksichtigen. Nun müssten auch die SNB und die Fimna nachziehen, wie der WWF Schweiz in einer Mitteilung schreibt.

Drei Empfehlungen lanciert

Die Umweltorganisation lanciert drei Empfehlungen an die beiden Institutionen. Sie sollten vom Prinzip ausgehen, dass Umweltzerstörung und Verlust von Biodiversität ähnlich wie die Klimaerwärmung zu finanziellen Risiken führten.

Es seien präventive Massnahmen zu ergreifen, um die Risiken im Zusammenhang mit dem Verlust von Biodiversität zu verringern. Die Überwachung der Risiken in den einzelnen Wirtschaftssektoren und in der Geldpolitik böten Ansatzpunkte dazu.

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Der Verlust von Biodiversität führt auch zu finanziellen Risiken, sagt eine neue Studie des WWF. - Keystone

Die Notenbanken müssten diese Risiken auch in ihren eigenen Tätigkeitsgebieten berücksichtigen und die Forschung zu diesen Themen unterstützen. Und schliesslich sollten sie in Übereinstimmung mit den Umweltzielen der Schweiz handeln.

Die SNB und die Finma sollten sich für eine gemeinsame internationale Finanzregelung einsetzen. Und zwar eine, die umweltpolitische Aspekte integriere und berücksichtige, schreibt der WWF weiter.

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