Badi-Verbot für Nichtansässige in Pruntrut wird nicht verlängert
Das Badi-Verbot für Nichtansässige in Pruntrut (JU) wird nun doch nicht verlängert. Aus einem simplen Grund.

Das Wichtigste in Kürze
- Das Badi-Zutrittsverbot für Nichtansässige wird nicht bis zum Ende der Saison verlängert.
- Grund für das Ende der Massnahme sei das weniger schöne Wetter.
Das Badi-Zutrittsverbot in Pruntrut JU für Nichtansässige wird laut dem Verantwortlichen für die Freizeitanlagen der Stadt nicht bis zum Ende der Saison verlängert. Grund für das Ende der Massnahme, die noch bis Sonntag gilt, sei das weniger schöne Wetter.
Man habe immer gesagt, dass das Verbot zeitlich begrenzt sei, weil es sich um eine Notmassnahmen handle. Dies sagte Lionel Maitre am Samstag gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Er bestätigte damit eine Information des «Quotidien jurassien».
Noch am Donnerstag hatte Pruntruts Stadtpräsident Philippe Eggertswyler im Gespräch mit Keystone-SDA gesagt, das Verbot habe für Ruhe gesorgt und werde deshalb sicherlich bis zum Ende der Badesaison im September verlängert.
Schlechtes Wetter hat Gefahr einer Überbelegung verringert
Mit dem weniger guten Wetter und der sich zu Ende neigenden Saison habe sich die Gefahr einer Überbelegung nun aber verringert, erklärte Maitre. Der endgültige Entscheid werde am Montag getroffen.
«Wir gehen davon, dass die Massnahme wirksam war», sagte Maitre. Das Schwimmbad in Porrentruy habe doppelt so viele Abonnements verkauft wie in der vergangenen Saison und rund 10'000 zusätzliche Eintritte verzeichnet. Sie hätten viele positive und sehr wenige negative Rückmeldungen erhalten.
Badi-Verbot für Nichtansässige sorgte für Schlagzeilen
Vor fast zwei Monaten hatten der Stadtrat von Pruntrut und der Gemeindeverbund des jurassischen Bezirks aus Sicherheitsgründen ein Zutrittsverbot zum Freibad für Nichtansässige beschlossen.
Nur schweizerische Staatsangehörige und Personen mit Aufenthalts- oder Arbeitsbewilligung in der Schweiz durften das Schwimmbad betreten. Diese Entscheidung löste bis weit über die Kantons- und Landesgrenzen hinaus eine heftige Kontroverse aus.
Vor dieser Einlassbeschränkung hatte das Freibad gemäss Gemeinderat 20 Gästen Hausverbot erteilt. Gründe dafür waren unangemessenes Verhalten, Belästigungen, Gewaltandrohungen, Unhöflichkeit und Missachtung der Regeln des Bads. Die Mehrheit der Hausverbote richtete sich gegen Personen aus der nahe gelegenen französischen Nachbarschaft.