BA fordert langjährige Freiheitsstrafe für Ex-SBB-Kadermann
Die Bundesanwaltschaft (BA) hat im Prozess vor dem Bundesstrafgericht am Dienstag eine Freiheitsstrafe von sechs Jahren und fünf Monaten für einen früheren SBB-Mitarbeiter gefordert. Der Mann soll das Bahnunternehmen über Jahre hinweg um rund 8,7 Millionen Franken erleichtert haben.

Obwohl der Angeklagte gemäss eigenen Aussagen sehr gerne für die SBB gearbeitet hatte, habe ihn dies nicht davon abgehalten, diese seit 2007 «als Selbstbedienungsladen zu missbrauchen», sagte der Staatsanwalt des Bundes. Der Mann habe gezielt, direktvorsätzlich und absichtlich gehandelt.
Der Beschuldigte habe einen Tatplan ausgearbeitet und diesen mit Unterstützung von Drittpersonen umgesetzt. Der heute 54-Jährige sei von finanziellen Motiven getrieben gewesen. Er habe bei der SBB «einen beachtlichen Lohn» gehabt, welcher im Jahr 2010 bei 118'000 Franken lag und bis zum Jahr 2023 auf knapp 147'000 Franken anstieg, so der Staatsanwalt des Bundes weiter. Er habe sich während rund 13 Jahren im Umfang von knapp 3'870'000 Franken bereichert.














