Am Freitagabend kam es sowohl im Berner Oberland als auch in Zürich zu heftigen Gewitter. Dabei wurden rund 25'000 Blitze und ein neuer Regenrekord verzeichnet.
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Laut dem Schweizer Radio und Fernsehen gab es in der Schweiz mehrere Tausende Blitze am Freitag. (Symbolbild) - Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Zu heftigen Gewitter kam es am Freitagabend im Berner Oberland und in Zürich.
  • Dabei wurden rund 25'000 Blitze und ein neuer Regenrekord gemessen.
  • Durch den Blitz und Hagel kam es teilweise auch zu Schäden und Bahnunterbrüchen.

Im Berner Oberland sind am Freitagabend heftige Gewitter mit Blitze und Hagel niedergegangen. Einen neuen Regenrekord verzeichnete Interlaken. Dort fielen laut MeteoSchweiz innert 30 Minuten 42,1 Millimeter Regen.

In Frutigen regnete es ebenfalls intensiv. Es fielen innert 10 Minuten 15,7 Millimeter Regen. In Wädenswil am Zürichsee gingen innert einer Stunde 57,6 Millimeter Regen nieder. Ebenfalls ein neuer Rekord, wie SRF Meteo am Freitagabend twitterte.

Rund 25'000 Blitze gezählt

Lokal waren die Gewitter von heftigem Hagel begleitet. Gleichzeitig ging die Temperatur von 27 auf 17 Grad zurück. Insgesamt zählte MeteoNews in der ganzen Schweiz bis 23:00 Uhr 25'000 Blitze. Im Kanton Bern waren es 4500 gefolgt von Zürich mit rund 3500 Blitzen.

Der Wind frischte in Gewitternähe böig auf. Laut SRF Meteo wurde in Brienz BE die stärkste Böe mit 86 Kilometer pro Stunde gemessen. Vor Mitternacht tobten gemäss Wetterradar von MeteoSchweiz noch Gewitter im Kanton Zürich. Im Laufe der Nacht beruhigte sich die Lage.

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Brand eines Hauses in Wädenswil nach einem Blitzeinschlag. - Kantonspolizei Zürich

Vermutlich durch Blitzschlag geriet am Freitagabend in Wädenswil ein Mehrfamilienhaus in Brand. Es entstand ein Sachschaden von über 100'000 Franken. Verletzt wurde niemand. Die Feuerwehr rückte gegen 22:30 Uhr aus und brachte die Flammen rasch unter Kontrolle.

Die Löschkräfte konnten verhindern, dass die Flammen auf das benachbarte Mehrfamilienhaus übergriffen. Die rund ein Dutzend Bewohner, die vom Hausbrand betroffen waren, mussten evakuiert werden. Zurzeit ist die Dachwohnung nicht mehr bewohnbar.

Bahnlinie unterbrochen

Einige Mieter konnten wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Für einen Teil der Bewohner musste eine Unterkunft durch die Gemeinde organisiert werden. Wegen des Brandes musste die Bahnstrecke zwischen Wädenswil und Samstagern für mehrere Stunden unterbrochen werden.

Die Brandursache ist derzeit noch nicht geklärt. Sie wird durch Spezialisten des Brandermittlungsdienstes der Kantonspolizei Zürich untersucht. Die Polizei schliesst Blitzschlag als Ursache des Feuers nicht aus, wie sie weiter bekannt gab.

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