Arme Bangladescher können jetzt dank Start-up ins Internet

    Ronny Reisch
    Ronny Reisch

    Bangladesh,

    In Bangladesch können sich viele Menschen keinen Internetzugang leisten. Jetzt soll ihnen dieser zum Billigpreis von fünf Cent für 12 Stunden ermöglicht werden.

    Bangladesch Internet
    Durch ein Start-up sollen nun auch mehr ärmere Einwohner Bangladeschs aufs Internet zugreifen können. (Symbolbild) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Rund jeder fünfte Einwohner Bangladeschs kann sich keinen eigenen Internetzugang leisten.
    • Durch eine neue App sollen nun aber auch die ärmeren Bangladescher ins Internet können.
    • Für fünf Cents dürfen sie den Internetzugang eines anderen 12 Stunden mitbenutzen.

    In Bangladesch können sich rund 20 Prozent der Menschen keinen eigenen Internetzugang leisten. Auch die rund 95-prozentige Netzabdeckung hilft vielen Bangladeschern nicht weiter, weil sie die monatlichen Kosten für mobile Daten nicht stemmen können.

    Auf App von Start-up WLAN zur Verfügung stellen

    Nun haben die ärmeren Einwohner von Bangladesch aber eine neue Chance, ins Internet zu kommen. Wie die «Tagesschau» berichtete, gibt es ein Start-up, dass allen einen Internetzugang ermöglichen will. Das Konzept dabei beruht darauf, dass andere Leute ihr WLAN bereitwillig zur Verfügung stellen.

    Alle Bangladescher, die sich einen eigenen Internetzugang leisten, können diesen auf der App des Start-ups «Bonton Connect» registrieren. Über dieselbe App können sich dann Leute, die in der Nähe ins Internet möchten, mit dem Netz verbinden. Dafür bezahlen sie fünf Cents und können damit bis zu zwölf Stunden im Internet surfen.

    Davon gehen vier Cents direkt an denjenigen, der das Internet zur Verfügung stellt. So kann einem ärmeren Menschen also ein billigerer Zugang ermöglicht werden. Der Anbieter verdient daran selbst noch etwas mit.

    Würden sie ihr WLAN fremden Leuten zur Verfügung stellen?

    Allerdings kann sich jeweils nur eine Person pro WLAN verbinden – damit wird ein Leistungsabfall des Internets verhindert.

    Zwei Studenten haben Start-up gegründet – nun vor Expansion

    Entwickelt wurde die App von zwei Studenten in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka. Ihr gemeinsames Start-up startet direkt durch und die App verzeichnet nach rund sechs Monaten schon 25'000 Downloads.

    Dabei beschränkt sich das Angebot aktuell noch auf Dhaka und den näheren Umkreis. Schon bald will das Start-up aber auch in ländlichere Regionen expandieren. Derzeit hat jeder fünfte Bangladescher keinen Internetzugang. Ein weiterer Erfolg der App könnte diese Zahl in Zukunft senken.

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