Die Schweiz hat ihre natürlichen Ressourcen des Jahres bereits aufgebracht. Von nun an lebt sie auf Pump und Kosten kommender Generationen.
Der zu grosse ökologische Fussabdruck in vielen Industriestaaten hat Dürren und Umweltkatastrophen zur Folge. (Archivbild)
Der zu grosse ökologische Fussabdruck in vielen Industriestaaten hat Dürren und Umweltkatastrophen zur Folge. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/EPA EFE/GUSTAVO AMADOR

Das Wichtigste in Kürze

  • Laut dem WWF hat die Schweiz ihre natürlichen Ressourcen des Jahres aufgebraucht.
  • Der ökologische Fussabdruck kann man zum Beispiel mit geringerem Fleischkonsum reduzieren.
  • Qatar, Kanada und Australien haben ihre Overshoot Day bereits im Februar gehabt.

Die Schweiz hat ihr Budget für natürliche Ressourcen wie Energie, Acker-, Wald- und Weideflächen aufgebraucht. Sie lebt bis Ende Jahr auf Pump und damit auf Kosten der kommenden Generation, wie der WWF Schweiz in der Nacht auf Freitag bekanntgab.

Jeder könne mit seinem Verhalten den Planeten, das Klima und die Artenvielfalt sichern. Mit einem Fussabdruckrechner lasse sich ermitteln, wie viele Planeten mit dem eigenen Lebensstil verbraucht würden, teilte der WWF am Tag des «Swiss Overshoot Day» mit.

Kuba und Indonesien erreichen Overshoot Day erst im Herbst

Um den ökologischen Fussabdruck zu verringern, sollte die Bevölkerung der Schweiz weniger fliegen, weniger Fleisch essen, die Öl- und Gasheizung durch Solaranlagen, Wärmepumpen und Holzheizungen ersetzen sowie den ÖV statt das Auto benutzen.

Würden alle Bewohnerinnen und Bewohner auf der Erde so leben wie die Schweizer Bevölkerung, wären die Ressourcen von drei Planeten notwendig. Die Schweiz nehme von der Erde also dreimal so viel, als ihr für das ganze Jahr zur Verfügung stehe.

Quatar, Kanada, die Vereinigten Arabischen Emirate und Australien hätten ihre Ressourcen bereits seit Februar respektive März aufgebraucht. Dass es auch anders gehe, zeigten Staaten wie Indonesien, Ecuador, Kuba oder Jamaika, deren Overshoot Day in den November oder Dezember falle.

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