Vollmond: Wie sich die Mondphase auf unseren Schlaf auswirkt
Der Mond befindet sich derzeit in seiner vollen Phase. Viele Menschen beklagen dabei schlechtere Schlafqualität. Hat das wirklich mit dem Vollmond zu tun?

Der Mond erreichte bereits am 3. Januar 2026 seine volle Phase im Zentrum des Himmels. Laut Nasa bleibt er drei Tage um diesen Zeitpunkt besonders gut sichtbar am Nachthimmel.
Der Januar-Vollmond trägt Namen wie Wolfsmond, Wintermond, Eismond und Schneemond, schreibt «news.de». Diese Bezeichnungen entstammen alten Naturbeobachtungen und spiegeln kalte Wetterbedingungen wider.
Milde oder frostige Bedingungen hängen jedoch allein von meteorologischen Faktoren ab. Der Mondstand spielt dabei keine Rolle bei Niederschlag oder Temperaturen.
Schlafstörungen bei Vollmond
Der Vollmond hat also wissenschaftlich keinen direkten Einfluss auf das Wetter. Viele Menschen klagen aber über Einschlafprobleme – wie hängt das zusammen?
Eine Schweizer Studie aus Basel untersuchte im Jahr 2013 Hirnströme und Melatoninspiegel von Schläfern während verschiedener Mondphasen genau.
Die Ergebnisse zeigten, dass Vollmond das Einschlafen um fünf Minuten verzögerte bei allen Probanden, wie «BR24» berichtet. Gleichzeitig sank die gesamte Schlafdauer um 20 Minuten und Tiefschlafphasen um 30 Prozent deutlich.
Stress und Erwartung verstärken Wahrnehmung
Forscher des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München konnten dies nicht bestätigen, heisst es weiter. Sie analysierten rückwirkend Daten von über 1200 Teilnehmern aus mehr als 2000 Nächten sorgfältig.
Bei dieser grossen Stichprobe fehlte jeglicher Zusammenhang mit dem Mondzyklus vollständig. Stattdessen fanden sie Hinweise auf bevorzugte Veröffentlichungen bei positiven Ergebnissen älterer Studien.
Laut der «Abendzeitung München» verstärken auch Stress und Erwartung die Wahrnehmung. Wer an Effekte glaubt, schläft oft schlechter.
Rolle des Melatonins
Wissenschaftler einer deutschen Studie konnten laut «orthomol.com» in den Vollmondnächten physiologische Unterschiede bei Probanden messen. Insbesondere wurde deutlich weniger Melatonin gebildet, das den Schlaf-Wach-Rhythmus steuert.

Dieses Hormon trägt normalerweise zur Verkürzung der Einschlafzeit bei. Weniger Melatonin führt daher zu längeren Einschlafphasen und unruhigerem Schlaf insgesamt.
Selbst schwaches Mondlicht reicht aus, um den Spiegel zu senken – biologische Uhren geraten dadurch leicht aus dem Takt. Individuelle Reaktionen auf Mondphasen variieren jedoch stark bei allen Menschen.












