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    Vitamin D – Mangel kann Sterberisiko bei Adipositas verdoppeln

    Maja Bojic
    Maja Bojic

    Grossbritannien,

    Vitamin D und starkes Bauchfett bilden bei Menschen ab 50 Jahren eine besonders riskante Kombination, zeigt eine neue Studie.

    Adipositas
    Bei Adipositas kann ein Vitamin-D-Mangel mit einem erhöhten Sterberisiko verbunden sein. (Symbolbild) - keystone

    Ein ausgeprägter Vitamin-D-Mangel ist bei Menschen mit viel Bauchfett mit höherer Sterblichkeit verbunden, schreibt die «Welt». Das Sterberisiko lag in einer neuen Untersuchung um 123 Prozent über jenem der Referenzgruppe.

    Für die Studie werteten Forschende aus Brasilien und Grossbritannien Daten von 5520 Menschen aus. Die Teilnehmenden waren mindestens 50 Jahre alt und wurden sechs Jahre lang beobachtet, berichtet «Heilpraxisnet».

    Als abdominale Adipositas galten mehr als 102 Zentimeter Taillenumfang bei Männern und mehr als 88 Zentimeter bei Frauen. Der Vitamin-D-Status wurde anhand der Konzentration von 25-Hydroxyvitamin D im Blut bestimmt.

    Vitamin-D-Mangel erhöht das Risiko

    Als ausreichend galten Werte ab 50 nmol/l, während 30 bis 50 nmol/l als unzureichend eingestuft wurden. Ein ausgeprägter Vitamin-D-Mangel lag bei weniger als 30 nmol/l vor, wie die «Welt» berichtet.

    Die Forschenden verglichen sechs Gruppen anhand von Bauchumfang und Versorgung mit Vitamin D. Dabei zeigte sich, dass beide Faktoren jeweils mit einer höheren Sterblichkeit verbunden waren.

    Achtest du auf deinen Vitamin-D-Spiegel?

    Bei Menschen ohne abdominale Adipositas war eine Vitamin-D-Insuffizienz mit einem 91 Prozent höheren Risiko verbunden. Ein Vitamin-D-Mangel ging in dieser Gruppe mit einem um 81 Prozent höheren Risiko einher, wie die Studie zeigt.

    Kombination mit besonders hohem Risiko

    Menschen mit abdominaler Adipositas und ausreichender Vitamin-D-Versorgung hatten ein um 47 Prozent höheres Sterberisiko. Bei abdominaler Adipositas und unzureichender Versorgung lag es laut Studie um 50 Prozent höher.

    Am höchsten war das Risiko bei Menschen mit abdominaler Adipositas und gleichzeitigem Vitamin-D-Mangel. Ihr Sterberisiko war mit einer Hazard Ratio von 2,23 mehr als doppelt so hoch wie in der Referenzgruppe.

    Die Forschenden vermuten mehrere mögliche Mechanismen für diesen Zusammenhang. Überschüssiges Fettgewebe kann Vitamin D aufnehmen und speichern, wodurch weniger davon im Blut verfügbar sein kann.

    Mögliche Mechanismen im Körper

    Zudem kann abdominales Fettgewebe Entzündungsprozesse fördern. Vitamin D ist nach Angaben der Forschenden wiederum an der Regulation der Immunantwort und entzündlicher Prozesse beteiligt.

    Bei Adipositas können ausserdem Enzyme des Vitamin-D-Stoffwechsels weniger stark ausgeprägt sein. Dadurch könnte die Verfügbarkeit des Vitamins zusätzlich eingeschränkt werden, wie die «Welt» berichtet.

    Vitamin D
    Bei Adipositas kann der Körper Vitamin D stärker im Fettgewebe speichern, wodurch weniger im Blut verfügbar ist. (Symbolbild) - depositphotos

    Die Studie zeigt jedoch einen statistischen Zusammenhang und keinen Beweis dafür, dass Vitamin-D-Mangel die erhöhte Sterblichkeit unmittelbar verursacht. Auch lässt sich daraus nicht ableiten, dass eine Vitamin-D-Behandlung das Sterberisiko automatisch senkt.

    Vitamin D bei Adipositas besonders im Blick behalten

    Die Studienautoren sehen in der frühzeitigen Erkennung beider Faktoren einen möglichen Ansatz. Menschen mit Adipositas sollten ihren Vitamin-D-Status deshalb besonders im Blick behalten.

    Eine unzureichende Versorgung lässt sich durch eine Blutuntersuchung feststellen. Bei einem nachgewiesenen Mangel kann eine gezielte Behandlung sinnvoll sein.

    Eine höhere Dosierung von Vitamin-D-Präparaten sollte jedoch nicht eigenständig erfolgen. Die «Augsburger Allgemeine» weist darauf hin, dass auch eine Überversorgung gesundheitliche Folgen haben kann.

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    Kommentare

    Luxy-1

    Vitamin D Mangel kann auch Übergewicht fördern. Leider wird Das oft unterschätzt.

    User #6593 (nicht angemeldet)

    Täglich raus gehen erhöht den Vitamin D Spiegel massgeblich. So einfach kann es sein.

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