Schlafstörungen kosten die Schweiz jährlich 15 Milliarden Franken
Schlafstörungen belasten das Schweizer Gesundheitswesen und die Wirtschaft mit jährlich rund 15 Milliarden Franken. Das sind die höchsten Pro-Kopf-Kosten in Europa, wie aus einer im Fachblatt «European Journal of Neurology» erschienenen Studie hervorgeht.

Alleine die Folgekosten von Schlafapnoe belaufen sich demnach auf 8,6 Milliarden Franken, schlüsselte das «Netzwerk Schlaf Schweiz» in einer Mitteilung vom Donnerstag auf. Weitere 4,2 Milliarden Franken entfallen auf lang andauernde Schlafstörungen in Form von Insomnie, 2,3 Milliarden Franken auf sogenannte Restless Legs, also unangenehme Beinbewegungen im Schlaf.
Damit liegen die direkten und indirekten Pro-Kopf-Kosten von Schlafstörungen in der Schweiz bei rund 1855 Euro, wie aus der Studie weiter hervorgeht. Zum Vergleich: In Europa beläuft sich der Median auf 620 Euro. Dieser Kostenunterschied widerspiegle das Preisniveau und die Durchschnittslöhne, so die Studie.
Rund 1,7 Millionen Menschen leiden laut dem Netzwerk hierzulande an Schlafstörungen. Besonders betroffen seien Frauen und ältere Erwachsene, zunehmend aber auch junge Menschen. Lang andauernde Ein- und Durchschlafstörungen begünstigten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Demenz oder Depression.
Neurologinnen und Neurologen verschiedener europäischer Universitäten waren an der Studie beteiligt, darunter der Medizin-Dekan der Universität Bern, Claudio Bassetti. Die erhobenen Daten beziehen sich auf das Jahr 2019 und die fünf häufigsten Schlafstörungen.










