Gewitter

    Kanton Bern: Gewitter beenden längste Hitzeperiode seit Messbeginn

    Kräftige Gewitter haben am Mittwoch die längste je im Kanton Bern gemessene Hitzeperiode beendet.

    Gewitter Bern
    Auch in Bern (hier ein Bild aus dem Monbijou-Pärkli) hat es in der Nacht gestürmt. - zVg

    Zuvor hatte das Thermometer der Messstation Bern/Zollikofen während 14 aufeinanderfolgender Tage die Temperatur von mindestens 30 Grad Celsius erreicht.

    Eine Hitzeperiode dieser Dauer hatte die Station seit Messbeginn im Jahr 1864 noch nie aufgezeichnet, wie ein Sprecher von Meteoschweiz auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bestätigte.

    Der alte Rekord stammte aus dem Jahr 1947. Damals dauerte die Hitzeperiode zwölf Tage.

    Warm waren während dieser Periode auch zahlreiche Nächte. Einen Rekord verzeichnete die Messstation Bern/Zollikofen beim höchsten je gemessenen Tagesminimum: In der Nacht auf den 28. Juni sank das Thermometer nicht unter 21,1 Grad Celsius.

    Gewitter im Oberland, in Thun und in Bern

    Kräftige Gewitter setzten dieser Hitzeperiode nun ein Ende. Zuerst betroffen waren am Dienstagabend das Berner Oberland und die Region Thun. Nebst grossen Mengen an Niederschlag fiel auch Hagel.

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    Hagel am Thuner Bahnhof am Montagabend. - Nau.ch

    In der Nacht auf Mittwoch entlud sich dann lokal über der Stadt Bern eine heftige Gewitterzelle. Auch hier fiel viel Niederschlag sowie Hagel. Zudem erreichten einzelne Windböen Spitzen von knapp 80 km/h, wie der Meteoschweiz-Sprecher weiter sagte.

    Unwetter Liebefeld
    Eine Gewitterzelle zieht über die Nau.ch-Redaktion hinweg. - Nau.ch

    Am Mittwochvormittag schliesslich bildete sich eine kräftige Gewitterlinie vom Hochrhein bis in den Kanton Freiburg quer über das Mittelland. Die Stadt Bern war gemäss Meteoschweiz vom intensiven Regen am stärksten betroffen.

    Bern Gewitter
    Dunkle Wolken über Bern. Ein Bild vom Mittwochmorgen. - Nau.ch

    Bei der Polizei waren zwischen Dienstagabend und Mittwochmittag 15 Meldungen aus dem Berner Oberland und vier aus der Region Bern eingegangen, wie es auf Anfrage hiess.

    Schutz und Rettung Bern rückte insgesamt 75 Mal aus, wie ein Sprecher sagte. Primär wegen Wasser in Gebäuden, aber auch aufgrund umgestürzter Bäume und abgebrochener Äste.

    Bernmobil stellte Tramverkehr komplett ein

    Den Starkregen in Bern am Mittwochvormittag bekamen auch die Stadtberner Verkehrsbetriebe Bernmobil zu spüren. Sie stellten den Tramverkehr während 40 Minuten komplett ein.

    Das sei aus Sicherheitsgründen nötig gewesen, sagte ein Sprecher auf Anfrage. Tramfahrerinnen und -fahrer müssten Schienen und Weichen jederzeit sehen können, um etwaige Hindernisse zu erkennen. «Ansonsten könnte ein Tram entgleisen.» Auch könnten die Fahrzeuge im Wasser Schaden nehmen.

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    Die komplette Einstellung des Tramverkehrs stelle für Bernmobil ein aussergewöhnliches Ereignis dar. Das Thema Starkregen beschäftige das Unternehmen.

    «Für gewöhnlich haben wir zwei bis drei neuralgische Stellen, an denen das Wasser nicht gut abfliesst. Aber das betrifft dann nur einzelne Linien.»

    Kommentare

    User #1642 (nicht angemeldet)

    Tja sowas kann es geben und wird in der Zukunft immer wie mehr geben, vielleicht nicht jedes Jahr. Und es tut der Menschheit auch mal gut, das aufgezeigt wird, das nicht alles 100% sicher ist. Und man vielleicht mal nicht von A nach B kommt.

    User #2481 (nicht angemeldet)

    Bei jedem Gewitter brechen ein paar morsche Äste.

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