Bundesrat

    Klimaaktivisten stören «Sommerspaziergang» von Bundesrat Rösti

    Der Umweltminister musste sich Buh-Rufe und Konfetti-Regen gefallen lassen. Die Klima-Aktivisten lehnten ein Gesprächsangebot ab.

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    Klima-Aktivisten stören die Begrüssung zu Beginn des traditionellen «Sommerspaziergangs» von Bundesrat Albert Rösti. - Nau.ch / Nico Leuthold

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bundesrat Albert Rösti befindet sich auf dem «Sommerspaziergang» – dieses Jahr in Luzern.
    • Klima-Aktivisten störten den Ausflug und unterbrachen den Umweltminister wegen seiner «Scheiss-Umweltpolitik».
    • Im Nau.ch-Interview zeigte sich der Bundesrat unbeeindruckt: Man dürfe solches nicht persönlich nehmen.

    Wie schon in den Vorjahren hat Bundesrat Albert Rösti Journalisten zu einem «Sommerspaziergang» eingeladen. Ziel: An einem für sein Departement symbolischen Ort über die Themen seines Departements Uvek zu sprechen. Dieses Jahr ging es nach Luzern und dem Vierwaldstättersee entlang zum Verkehrshaus.

    Noch am Bahnhof Luzern störten aber Klima-Aktivisten den gemütlichen Ausflug. Sie fielen dem Bundesrat bei der Begrüssung der Journalistengruppe ins Wort und wollten die Veranstaltung kapern: Rösti sei nur ihr Lockvogel gewesen.

    Rösti: «Nicht persönlich nehmen»

    Röstis «Scheiss-Umweltpolitik» verstosse gegen das Menschen- und Völkerrecht, sagte eine Aktivistin, die gemäss Transparent zum «Drop Kollektiv» gehört. Der Umweltminister reagierte gelassen: Er lud die Journalisten ein, einfach weiterzugehen und den Spaziergang zu starten.

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    Bundesrat Albert Rösti im Interview mit Nau.ch während dem «Sommerspaziergang» in Luzern: «Die wollen nicht diskutieren.» - Nau.ch / Nico Leuthold

    «Das ist ja das Schöne an der Demokratie: Dass man ohne Security auch diese Meinung präsentieren kann», kommentierte Rösti. Die Aktivisten sollten ruhig mitkommen und ihm zuhören, sofern sie ihn dann sprechen liessen. «Wir hören ihnen nicht mehr zu!», so die heftige Reaktion seitens der Aktivisten auf das Gesprächsangebot.

    Bereits während des folgenden Interviews mit dem Nau.ch-Reporter wurde die Gruppe erneut gestört. «Rösti, Rösti, Rösti will uns rösten» wurde skandiert, in Anspielung auf die Hitzewelle der letzten zwei Wochen. Solches dürfe man nicht persönlich nehmen, meinte der Angesprochene zu Nau.ch: «Die wollen ja nicht diskutieren mit mir, die wollen einfach den Anlass stören – das muss man akzeptieren.»

    Polizei marschiert mit – dann regnet’s Konfetti

    Mittlerweile gesellte sich dann doch noch die Luzerner Polizei dazu. Dann wurde Bundesrat Rösti auch noch mit Konfetti beworfen. Laute Buh-Rufe sind zu hören.

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    Bundesrat Albert Rösti wird ausgebuht und mit Konfetti beworfen. - Nau.ch / Nico Leuthold

    Auch das brachte ihn aber noch nicht aus der Fassung. Es scheint ganz so, als würde der Umweltminister stoisch sein Programm durchziehen – und einfach zum nächsten Interview übergehen.

    Gemäss Nau.ch-Informationen konnte der Anlass mittlerweile plangemäss im Verkehrshaus Luzern fortgesetzt werden.

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    Kommentare

    User #4162 (nicht angemeldet)

    Woher wussten diese selbsternannten "Aktivisten" eigentlich an welchem Tag und zu welcher Stunde Herr Rösti dort unterwegs war ??????

    User #1646 (nicht angemeldet)

    BR Rösti widerspricht den Wissenschaftlern. Trump auch. 5.7.2026 Klimafragen werden von 2 ETH-Forschern dargelegt. Es ist traurig wenn ein Bundesrat Besämftigungs-Marketing betreibt, statt die Fakten ernst zu nehmen. Mit Gefühlen können wir Probleme nicht bewältigen.Wenn das reichste, beste, "grösste" Land inmitten der EU, Klimamassnahmen negiert, was sollen dann die übrigen Länder unternehmen? Sie werden sich zurücklehnen und auf uns zeigen.

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