Projekt misst Bodenqualität mit vergrabenen Unterhosen

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Bern,

Ein Forschungsprojekt der Universität Zürich hat mit vergrabenen Unterhosen die Bodenqualität in der Schweiz untersucht. Die Resultate zeigen, dass biologisch bewirtschaftete Böden aktiver sind als konventionell genutzte Flächen.

Je stärker die Unterhosen nach einer bestimmten Zeit zersetzt waren, desto mehr Bodenlebewesen wie Bakterien, Pilze, Regenwürmer und Insekten waren im Boden aktiv. (Archivbild)
Je stärker die Unterhosen nach einer bestimmten Zeit zersetzt waren, desto mehr Bodenlebewesen wie Bakterien, Pilze, Regenwürmer und Insekten waren im Boden aktiv. (Archivbild) - KEYSTONE/ADRIAN REUSSER

An dem Projekt «Beweisstück Unterhose» beteiligten sich mehr als tausend Personen aus der ganzen Schweiz, wie die Universität Zürich (UZH) und die Forschungsanstalt Agroscope am Mittwoch mitteilten. Gärtnerinnen und Gärtner sowie Landwirtinnen und Landwirte vergruben dafür zwei handelsübliche Baumwollunterhosen in ihren Böden.

Die Zersetzung des Baumwollstoffs diente als Indikator für die Bodenaktivität. Je stärker die Unterhosen nach einer bestimmten Zeit zersetzt waren, desto mehr Bodenlebewesen wie Bakterien, Pilze, Regenwürmer und Insekten waren im Boden aktiv. «Die Zersetzung der Unterhosen ist ein Indikator für die Bodenaktivität», liess sich Bodenökologe Franz Bender von Agroscope in der Mitteilung zitieren.

Bio-Landbau schneidet besser ab

Die Auswertung der vergrabenen Textilien ergab, dass die Bodenqualität tendenziell abnahm, je intensiver ein Boden genutzt wurde. Während Gärten und Wiesen eine hohe Bodenaktivität aufwiesen, zeigten sich auf Ackerland die grössten Unterschiede.

Auf biologisch bewirtschafteten Feldern waren die Unterhosen deutlich stärker zersetzt als auf konventionell bewirtschafteten. Auch die Direktsaat, bei der auf das Pflügen verzichtet wird, wirkte sich positiv auf die Bodenqualität aus.

Gesunde Böden seien für die Landwirtschaft und die Umwelt von grosser Bedeutung, hiess es weiter. «Gesunde Böden sind für eine gute Wasserqualität, für die CO2-Speicherung und letztlich für die Ernährungssicherheit wichtig», wurde Bodenökologe Marcel van der Heijden zitiert. Das Projekt habe gezeigt, dass der biologische Landbau die Bodenqualität fördere.

Die gesammelten Daten fliessen nun in eine Karte ein, die einen Überblick über die Bodenqualität in der Schweiz geben soll. Zusätzlich zu den vergrabenen Unterhosen nahmen die Teilnehmenden auch Bodenproben. Diese werden im Labor analysiert, um mittels DNA-Analysen die Vielfalt der Bodenorganismen zu bestimmen.

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Kommentare

User #1715 (nicht angemeldet)

Solange das ganze Gift gespritzt wird und von der Politik gutgeheissen wird,gibt es auch weniger Biodiversität! Dazu kommt,dass die schweren Landmaschinen die Erde verdichtet,so dass die Kleinstlebewesen vernichtet werden,die auch gebraucht werden,für die Biodiversität!

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