Nasa will Asteroiden mit Rakete umlenken

    Alexander König
    Alexander König

    USA,

    Zum ersten Mal schickt die Nasa ein Raumschiff ins All, das einen Asteroiden ablenken soll. Damit will man die Herangehensweise für den Ernstfall erproben.

    Raumsonde
    Die grafische Darstellung zeigt ein Asteroid, der auf die Erde zusteuert. (Symbolbild) - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die US-Raumfahrtbehörde Nasa sendet am 23. November das Raumschiff «Dart» ins All.
    • Sein Ziel: Den Asteroiden Dimporphos von seinem Kurs abbringen.
    • Die Mission soll Erkenntnisgewinne für einen allfälligen Ernstfall liefern.

    Die Nasa sendet am 23. November eine Rakete mit ganz besonderer Mission ins All: An Bord ein Raumschiff, das einen Asteroiden von seinem Kurs ablenken soll. Dabei handelt sich um den 163 Meter grossen Asteroiden-Mond Dimorphos, der den 780 Meter grossen Asteroiden Didymos umkreist. So kommt auch der Name der Mission «Dart» zustande – ein Kürzel für: Double Asteroid Redirection Test.

    Gehen von Asteroiden eine reale Gefahr aus?

    Warum aber wird nicht der Grössere des Asteroiden-Pärchens angepeilt? Ganz einfach: Die Wahrscheinlichkeit, dass Asteroiden der ersten Grössen-Klasse der Erde gefährlich nahe kommen, ist um einiges höher.

    Probe für den Ernstfall – Derzeit keine potenziell gefährlichen Asteroiden bekannt

    Das Ganze ist nicht anderes als ein Test, um auf den Worst-Case vorbereitet zu sein. Laut jetzigem Kenntnis-Stand gibt es keinen Asteroiden, welcher der Erde in den nächsten 100 Jahren gefährlich werden könnte. Gleichzeitig hat die Nasa aber eigenen Schätzungen zufolge nur von rund 40 Prozent der hierfür infrage kommenden Asteroiden Kenntnis.

    Asteroiden Nasa Da rt
    Schematische Darstellung der «Dart»-Mission, die es zum Ziel hat, einen Asteroiden von seinem Kurs abzulenken. - Nasa

    Das Raumschiff wird den Asteroiden mit einer Geschwindigkeit von rund 24'000 Kilometer pro Stunde treffen. Und zwar zu einem Zeitpunkt, in dem die Asteroiden rund 11 Millionen Kilometer von der Erde entfernt sind.

    Das ist für astronomische Verhältnisse relativ nah. Dadurch kann die Nasa das Experiment besonders gut beobachten und Erkenntnisse für einen allfälligen Ernstfall ziehen.

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