Nasa sucht per Online-Preisausschreiben Hilfe bei Venus-Projekt

    Jochen Tempelmann
    Jochen Tempelmann

    USA,

    Die Nasa geht neue Wege in Forschung und Entwicklung: Für einen neuen Venus-Rover sucht die Raumfahrtbehörde nach Lösungen – per Online-Preisausschreiben.

    Nasa HeroX Preisausschreiben Challenge
    Der «Automaton Rover for Extreme Environments» soll einst die Venusoberfläche erkunden – die Nasa sucht nach Unterstützung. - HeroX/Nasa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die US-Raumfahrtagentur sucht im Internet nach Hilfe bei der Sensor-Entwicklung.
    • Gesucht sind Lösungen für eine Venus-Sonde: Sie soll Hindernisse erkennen können.
    • Auf HeroX hat die Nasa eine Challenge ausgeschrieben – es winken 30'000 Dollar.

    Wäre es nicht schön, eines Tages zur Venus, dem Planeten der Liebe, zu fliegen? Nein, wäre es nicht. Die Venus hat eine der lebensfeindlichsten Oberflächen des Sonnensystems.

    Die Atmosphäre hat an der Oberfläche eine Dichte von 92 Bar. Das Entspricht dem Druck, der auf der Erde 900 Meter unter der Meeresoberfläche herrscht. Nahe der Venusoberfläche herrschen Temperaturen von 450 Grad Celsius. Dazu kommt eine permanente Wolkenschicht, aus der es Schwefelsäure regnet.

    Aufgrund der harschen Bedingungen ist die Oberfläche bisher wenig erforscht. In den 70er und 80er Jahren landeten Sonden der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos in auf der Venusoberfläche. Seitdem wurde die Oberfläche nur noch aus der Ferne erforscht.

    AREE Nasa HeroX Challenge
    Eine künstlerische Darstellung des Nasa-Rovers AREE aus der frühen Projektphase. - JPL/CalTech/ESA

    Nasa plant Rover-Mission

    In den letzten dreissig Jahren lag der Mars im Fokus der Erkundung. Doch nun will sich die Nasa wieder der unwirtlichen Erdnachbarin widmen.

    Dies zeigt zumindest eine neue Kampagne auf der Internetseite «HeroX.com». Auf der Internetseite können Challenges gestellt werden. Der Auftraggeber der Herausforderung kann ein Preisgeld für die Erfüllung ausschreiben.

    Genau das hat die Nasa jetzt getan. Unter dem Titel «Exploring Hell» (zu Deutsch: die Hölle erkunden) sucht die US-Raumfahrtagentur nach Mithilfe bei der Rover-Entwicklung. Bereits seit längerem entwickelt die Nasa den «Automaton Rover for Extreme Environments» AREE. Jetzt wurde auf HeroX ein Preisgeld von 30'000 Dollar ausgeschrieben.

    Nasa HeroX challenge Rover
    Eine Skizze aus der HeroX-Challenge: Dem Rover stellen sich zahlreiche Hindernisse in den Weg, die es zu vermeiden gilt. - HeroX/Nasa

    Unterstützung bei der Sensorik

    Konkret sucht die Nasa nach einem Sensor, der dem Rover eines Tages helfen soll, Hindernisse zu erkennen. Gräben und Felsen könnten das unbemannte Venusfahrzeug ausser Gefecht setzen. Auf HeroX sucht die Raumfahrtbehörde nach Tüftlern, die Konzepte für den Sensor entwickeln.

    Die drei besten Vorschläge werden mit 15'000, 10'000 und 5000 Dollar prämiert. Das ist für die Nasa verhältnismässig wenig Geld: Der letzte Marsrover Curiosity kostete insgesamt 2,5 Milliarden Dollar.

    Bis zum 29. Mai können nun Vorschläge eingereicht werden. Das AREE-Projekt befindet sich in einer frühen Phase – ein Starttermin für die Mission steht noch nicht fest.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    f
    407 Interaktionen
    Rücktritt
    Fähre
    13 Interaktionen
    Pegel tief

    MEHR IN NEWS

    1 Interaktionen
    Luzern
    Euro Noten
    Im Euroraum
    Polizeiauto Waadt
    Saint-Saphorin VD

    MEHR NASA

    Nasa
    4 Interaktionen
    Nasa meldet
    nasa ufo
    2 Interaktionen
    Washington
    Falcon 9
    2 Interaktionen
    Cape Canaveral
    Satellit
    Washington

    MEHR AUS USA

    Tennessee
    9 Interaktionen
    Hinrichtung misslang
    elon musk usa
    4 Interaktionen
    «Meridian»
    halle berry
    Kampf um Sorgerecht