Zum zweiten Mal ist die Raumsonde «BepiColombo» an ihrem baldigen Zielort Merkur vorbeigeflogen und bleibt somit auf Kurs.
Raumsonde
«BepiColombo» ist zum zweiten Mal am Merkur vorbeigerast. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • «BepiColombo» ist auf dem Weg auf dem Weg zu dem Planetetn Merkur.
  • Am Donnerstag ist die Raumsonde zum zweiten Mal an ihrem späteren Ziel vorbeigesaust.

Die Raumsonde «BepiColombo» ist am Donnerstag zum zweiten Mal direkt an ihrem späteren Zielort Merkur vorbeigerast. Es sei alles gut gelaufen, sagte der Leiter des Esa-Missionsbetriebs im Kontrollzentrum in Darmstadt, Simon Plum, der Deutschen Presse-Agentur. Die Sonde hat bei ihrem Flug um den innersten Planeten unseres Sonnensystems auch Schnappschüsse gemacht.

Geplant war, die Sonde am Vormittag in einer Höhe von rund 200 Kilometern an Merkur vorbeifliegen zu lassen. Bevor das Raumschiff 2025 endgültig seine Umlaufbahn erreicht, muss es insgesamt sechs Mal an dem Planeten vorbeifliegen. Damit wird es abgebremst werden. Der Grund ist die enorme Anziehungskraft der Sonne.

Mission ist nach Ingenieur Giuseppe Bepi benannt

«BepiColombo» war am 20. Oktober 2018 zu einer siebenjährigen Reise zum kleinsten und am wenigsten erforschten Planeten unseres Sonnensystems gestartet. Die Mission ist nach dem italienischen Mathematiker und Ingenieur Giuseppe «Bepi» Colombo benannte. Sie soll dazu beitragen, die Ursprünge des Sonnensystems besser zu verstehen.

Eines der Instrumente mit an Bord ist ein Massenspektrometer namens «Strofio». Dessen Projektleiter ist der Astrophysiker Peter Wurz von der Universität Bern. Das Instrument soll die hauchdünne Atmosphäre des Merkur analysieren.

Ein weiteres Instrument, ein Laser-Höhenmesser namens «Bela» (BepiColombo Laser Altimeter), soll ein 3D-Abbild der Merkur-Oberfläche erstellen soll. Konzipiert und gebaut wurde das Instrument unter Leitung von Nicolas Thomas, ebenfalls tätig an der Universität Bern.

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