Eine neue Studie der MHH hat die Kombination der Impfstoffe von AstraZeneca und Biontech/Pfizer untersucht. Das Urteil: Eine Kreuzimpfung wird empfohlen.
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Kreuzimpfung: Über Kreuz gehaltene Impfampullen der Firmen AstraZeneca und Biontech/Pfizer. - MHH

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Kreuzimpfung erhöht die Immunantwort und schützt besser vor Corona-Mutationen.
  • Dies geht aus einer neuen Studie von der Medizinischen Hochschule Hannover hervor.
  • Die Forschenden haben die Kombination der Impfstoffe AstraZeneca und Biontech untersucht.

Personen, die bereits eine AstraZeneca-Impfung gegen das Coronavirus erhalten haben, können eine Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff machen. Dazu zählt zum Beispiel Biontech/Pfizer. Diese Empfehlung geht aus einer Studie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) hervor.

Kreuzimpfung ist wirksamer gegen Corona

Eine solche Kreuzimpfung ist laut den Ergebnissen der Arbeit wirksamer gegen Infektionen mit SARS-CoV-2. Zudem wirkt sie auch besser gegen mutierende Varianten des Virus. Die Wissenschaftler Reinhold Förster und Georg Behrens verglichen die Immunantworten in Blutproben von 175 freiwilligen Studienteilnehmern.

Von ihnen wurde ein Drittel bei beiden Impfungen mit AstraZeneca geimpft. Zwei Drittel entschied sich bei der Zweitimpfung für Biontech/Pfizer. Die ausschliessliche AstraZeneca-Impfung führte zu einem rund dreifachen Anstieg bestimmter schützender Antikörper. Bei der Kreuzimpfung wurde sogar ein 11,5-facher Anstieg verzeichnet.

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Eine Kreuzimpfung soll gerade bei einer Auffrischungsimpfung in Betracht gezogen werden. (Symbolbild) - dpa-infocom GmbH

Die Studie bildet eine gute Grundlage für die Empfehlungen einer Impfabfolge. Gerade auch was die Immunitätssituation im Spätsommer und im Herbst betrifft. Für eine Auffrischungsimpfung könnte dann gezielt ein anderer Impfstoff genutzt werden.

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