Studie

Influencer-Marketing birgt laut Studie Risiken

Keystone-SDA
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Lausanne,

Influencer-Marketing boomt – doch eine neue Studie zeigt, dass Werbung auf Social Media oft ungenügend gekennzeichnet ist.

Soziale Medien enthalten oft versteckte Werbung. (Archivbild)
Soziale Medien enthalten oft versteckte Werbung. (Archivbild) - KEYSTONE/AP/Anjum Naveed

Das Wichtigste in Kürze

  • Die BEUC untersuchte Influencer-Inhalte in 12 europäischen Ländern.
  • Die Fédération romande des consommateurs kritisiert mangelnde Transparenz bei Werbung.
  • Der Markt für Influencer-Marketing wuchs laut Statista rasant auf 28 Milliarden Franken.

Influencer-Marketing breitet sich auf Online-Plattformen immer weiter aus. Dies mitunter auch mit irreführenden Praktiken. Die Westschweizer Konsumentenorganisation kritisiert die aktuellen Vorschriften als lückenhaft.

Die Studie der Europäischen Konsumentenorganisation (BEUC), die zwischen März und September 2025 in 12 europäischen Ländern durchgeführt wurde, untersuchte rund 650 Inhalte auf verschiedenen sozialen Netzwerken. Zwei Risikobereiche wurden untersucht: Fast Fashion und ungesunde Lebensmittel und Getränke, wie die Fédération romande des consommateurs (FRC) am Mittwoch in einer Mitteilung dazu schrieb.

In der französischsprachigen Schweiz wurden demnach mehrere Inhalte gefunden, die für den «Massenkauf» von Kleidung oder Lebensmitteln werben. Die Untersuchung zeige, dass die Mehrheit des Influencer-Marketings noch immer nicht die gesetzlich vorgeschriebene Mindesttransparenz aufweise.

Die FRC schrieb, dass gesponserte Posts häufig in den persönlichen Empfehlungen des Nutzers getarnt seien. Zudem seien klare Hinweise auf bezahlte Partnerschaften selten und die Begriffe, die zur Kennzeichnung von Werbung verwendet würden, mehrdeutig oder würden fehlen.

Influencer spielen mit Emotionen der Nutzer

Die Untersuchung zeige weiter, dass Influencer nicht davor zurückschreckten, mit Emotionen der Nutzer zu spielen, indem sie Nähe herstellten. Dies schaffe ein Gefühl der Intimität, das Kritikfähigkeit reduziere und Konsum fördere, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, kritisiert die FRC.

Das Influencer-Marketing, in dem Produkte oder Dienstleistungen an eine Community weiter empfohlen werden, habe sich zu einer der mächtigsten Werbeplattformen der Welt entwickelt. Innerhalb von zehn Jahren ist dieser Markt laut einer Studie der Plattform Statista von 1,5 Milliarden auf 28 Milliarden Franken gewachsen, wie die FRC weiter schrieb.

Die Konsumentenorganisation fordert darum eine klare Definition von Influencer-Marketing in der Schweizer Gesetzgebung. Sie setzt sich unter anderem auch für eine standardisierte Transparenz und mögliche Verbote ein.

Kommentare

User #2710 (nicht angemeldet)

Der Witz an der Sache ist, dass diese Influencer total viel Geld dafür ausgeben, um Followers zu kaufen... gibt auf youtube eine Doku wo ein Influencer aufzeigt, wieviel er für Followers bezahlt hat.... und danach fiel er in ein Burn-Out und bekam psychische Probleme, weil er gemerkt hat dass er die Follower mit immer mehr und neuen Videos füttern muss um die Followers zu behalten und neue dazu zu gewinnen... scheint hohe Konkurrenz zu haben...... Gut, dass der Konsumentenschutz die Sache jetzt auch genauer prüft.

User #3512 (nicht angemeldet)

Wurde in letzten 20 Jahren je Fakten eines Produktes Beworben...Meiner meinung nach müsste man Werbung stark Gesetzlich einschränken da ddiese in den Produkt Preis eingerechnet wir. Darauf auf den nicht Mehrwert wirtd dan MwSt. verrechnet???

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