Coronavirus

    Kann sich das Coronavirus HKU5-CoV-2 auf den Menschen übertragen?

    Anna Mikulics
    Anna Mikulics

    China,

    Forscher entdecken in China eine Mutation eines Coronavirus in Fledermäusen: HKU5-CoV-2 könnte auf Menschen überspringen – Angst ist jedoch nicht angebracht.

    Corona viren
    Viren können nach einer Corona-Infektion wieder aktiv werden und stehen im Fokus neuer wissenschaftlicher Untersuchungen. (Symbolbild) - depositphotos

    In China haben Wissenschaftler ein neues Coronavirus namens HKU5-CoV-2 in Fledermäusen entdeckt. Das Virus zeigt beunruhigende Eigenschaften, die eine Übertragung auf den Menschen möglich machen könnten.

    Fürchtest du dich vor einer möglichen nächsten Pandemie?

    Virologin Shi Zhengli und ihr Forscherteam identifizierten das Virus in Fledermäusen. Sie warnen vor einem «hohen Risiko der Übertragung auf den Menschen», wie «RTL» berichtet.

    HKU5-CoV-2 kann offenbar an denselben Zellrezeptor andocken wie das SARS-CoV-2-Virus.

    Ähnlichkeit zu gefährlichem MERS-Virus

    Besonders besorgniserregend ist die Ähnlichkeit des neuen Virus zum MERS-Virus. Dieses verursacht laut Experten schwere Atemwegsinfektionen mit einer deutlich höheren Sterblichkeitsrate als Covid-19.

    corona virus
    Experten gehen davon aus, dass das neue Coronavirus nur geringes Potenzial hat, um eine Pandemie auszulösen. - Depositphotos

    Die Studie, veröffentlicht im Fachmagazin «Cell», zeigt, dass HKU5-CoV-2 in Laborversuchen menschliche Zellen infizieren konnte. Von der Exiztens des Virus wussten Experten schon seit 2006, erklärt Virologe Timo Ulrichs gegenüber «Focus Online».

    Allerdings hätte es sich das Virus aus der Coronafamilie verändert. Nun könne es mit seinen Oberflächenstrukturen auch «menschliche Strukturen erkennen».

    Schafft Corona eine weitere Pandemie?

    Trotz dieser beunruhigenden Erkenntnisse mahnen Experten zur Besonnenheit. Das Virus weist laut Studie eine geringere Bindungsaffinität zu menschlichem ACE2 auf als SARS-CoV-2.

    Zudem deuten weitere Faktoren darauf hin, dass das Risiko einer Ausbreitung in der menschlichen Population nicht überschätzt werden sollte.

    Experten sehen geringe Pandemie-Gefahr

    Epidemiologe Ulrichs schätzt das Potenzial für eine weitere Pandemie allerdings als gering ein.

    «Ob es das Potential hat, von der Fledermaus möglicherweise über Zwischenwirte auf den Menschen überzugehen, wissen wir nicht», sagt er laut «Focus Online».

    zoonosen affe virus
    Zoonosen entstehen, wenn Menschen in Kontakt mit infizierten Wildtieren kommen. Sie stellen weltweit eine grosse gesundheitliche Bedrohung dar. - Depositphotos

    Und selbst, falls dies geschehen sollte: Ob es dann von Mensch zu Mensch übertragbar wäre, ist ebenfalls nicht vorhersagbar. Die Wahrscheinlichkeit schätzt er allerdings gering ein.

    Coronavirus muss untersucht werden – wie alle Zoonosen

    Trotz der Entwarnung betonen Experten die Wichtigkeit weiterer Forschung. Es bestehe immer ein Risiko für eine solche Zoonose, mahnt Ulrichs.

    Er plädiert für verstärkte Investitionen in die Zoonoseforschung zur besseren Vorbereitung auf mögliche neue Pandemien.

    Gleichzeitig empfehlen Forschende, den Kontakt zu Wildtieren wie Fledermäusen zu reduzieren und deren Lebensräume zu schützen. Diese präventiven Massnahmen könnten helfen, das Risiko zukünftiger Virusübertragungen zu minimieren.

    Kommentare

    User #4684 (nicht angemeldet)

    Mutstionen sind immer gut, sie schwächen das Virus ab. Also keine Panik.

    User #5417 (nicht angemeldet)

    gut zu wissen: mir können viren nichts anhaben denn ich bin robust wie ein pferd, bin 83ig und ungeimpft, daher immer noch kerngesund, und so wird es auch weiterhin bleiben!

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