In Genf werden weltweit erstmals Antimaterie-Teilchen transportiert
Weltweit zum ersten Mal wird am Cern in Genf Antimaterie auf der Strasse transportiert. Der am Dienstag durchgeführte Test auf dem Gelände des Kernforschungszentrums soll beweisen, dass die Antiteilchen sicher befördert werden können.

Bei dem Versuch sollten 100 bis 1000 Antiprotonen über eine Strecke von fünf Kilometern transportiert werden. Angesichts dieser «äusserst geringen Anzahl» an Antiprotonen bestehe keine Gefahr für die Umgebung, hiess es vom Cern auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Antimaterie ist eine Art Spiegelversion von Materie. Kommen sie in Kontakt, vernichten sie sich gegenseitig in Lichtblitzen. Für den Transport haben Forschende einen Spezialcontainer entwickelt. In dieser sogenannten Penning-Falle schwebten die Teilchen in einem Hoch-Vakuum bei minus 268 Grad.
Falls die Falle während des Transports versagt, wird die freigesetzte Energie nach Angaben des Cern etwa ein Millionstel eines Joules betragen – etwa so viel wie das Drücken einer Tastaturtaste benötigt.










