Hühnerei: Archäologen finden 2400 Jahre alte Schale in Bayern

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    Deutschland,

    Nördlich der Alpen stiessen Archäologen auf das vor 2400 Jahren – damit älteste – verzehrte Hühnerei. Dieses lag zwischen Fleisch- und Getreideresten.

    Das rund 1000 Jahre alte Hühnerei, das israelische Archäologen nach eigenen Angaben südlich von Tel Aviv bei Ausgrabungsarbeiten in einer antiken Jauchegrube entdeckt haben. Foto: Dafna Gazit/Israel Antiquities Authority/dpa
    Das rund 1000 Jahre alte Hühnerei, das israelische Archäologen nach eigenen Angaben südlich von Tel Aviv bei Ausgrabungsarbeiten in einer antiken Jauchegrube entdeckt haben. Foto: Dafna Gazit/Israel Antiquities Authority/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • In Bayern haben Archäologen das älteste verspeiste Hühnerei gefunden.
    • Die Fragmente der Eierschale tauchten 2020 auf der Baustelle einer Fabrik auf.

    Archäologen haben im süddeutschen Bundesland Bayern Reste eines vor etwa 2400 Jahren verspeisten Hühnereis entdeckt. Es handele sich um den ältesten Nachweis «für den menschlichen Konsum von Eiern nördlicwh der Alpen». Dies eilte das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege am Dienstag mit.

    «Mit einem Augenzwinkern gesagt: Was damals begann, führte später zum Osterei.» «Dieser auf den ersten Blick so unscheinbare Fund zeugt von einer kleinen Zeitenwende, was die menschlichen Ernährungsgewohnheiten betrifft». Dies sagte Bayerns Generalkonservator Mathias Pfeil.

    Die Fragmente der Eierschalen sind bereits im Jahr 2020 auf der Baustelle einer Fabrik im bayrischen Nördlingen gefunden worden. Es sei der Nachweis erbracht worden, dass es sich um die Reste von einem Hühnerei handele. Dies gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universität York in England.

    Hühnerei zwischen Fleisch und Getreide: «Biotonne der Kelten»

    Bereits vor zwei Jahren hatte das Landesamt über die anderen Funde in Nördlingen berichtet. Es waren das Skelett eines keltischen Jungen sowie eine Grube mit Speiseresten gefunden worden. Damit keine Entdeckung an dem bedeutenden Fundort verloren geht, wurde damals das Erdreich besonders gesiebt. So konnten die millimetergrossen Eiersplitter gesichert werden.

    Johann Friedrich Tolksdorf erläuterte, dass die Schalenreste vom Hühnerei an einem Ort lagen. An diesem wurden sie zusammen mit anderen verkohlten Speiseresten entsorgt. «Wir haben es als Biotonne der Kelten bezeichnet», sagte er. Durch die Lage zwischen Fleisch- und Getreideresten sei davon auszugehen, dass auch das Ei als Lebensmittel diente.

    Ei
    Ein Hühnerei. - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

    Nach Angaben des Landesamtes wird bislang vermutet, dass die Menschen erst am Ende der Eisenzeit, im 3. bis 2. Jahrhundert vor Christus, in grösserem Stil begonnen haben, sich Hühner zum Eierlegen zu halten. Das in Nördlingen entdeckte Speiseei ist somit etwa 100 Jahre älter.

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