Gersts Roboterassistent «Cimon» ist zurück auf der Erde

    AFP
    AFP

    Deutschland,

    Der Roboterassistent «Cimon» ist zurück auf der Erde.

    Bundeskanzlerin Angela Merkel mit «Cimon» im April 2018
    Bundeskanzlerin Angela Merkel mit «Cimon» im April 2018 - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ankunft in Deutschland Ende Oktober erwartet.

    Der autonom agierende Assistent, der den ehemaligen ISS-Kommandanten Alexander Gerst im All unterstützt hatte, sei am Dienstag an Bord eines Raumschiffs der US-Firma SpaceX zurückgekehrt, teilte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Mittwoch in Köln mit. Die Ankunft des Roboters in Deutschland wird Ende Oktober erwartet.

    Um 22.21 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit sei die Kapsel mit «Cimon» im Pazifik rund 480 Kilometer südwestlich von Los Angeles geborgen worden, erklärte das DLR. Der Assistent habe alle Erwartungen «voll erfüllt». Bei einem 90-minütigen Einsatz mit Gerst auf der ISS im November 2018 habe er «gezeigt, dass er unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit gut funktioniert und erfolgreich mit Astronauten interagieren kann», erklärte «Cimon»-Projektleiter Christian Karrasch.

    Bis heute sei dies der einzige Einsatz von künstlicher Intelligenz auf der Raumstation gewesen. Seit mehreren Monaten werde an einem verbesserten Nachfolgemodell gearbeitet. Mit «Cimon» sei der «Grundstein für soziale Assistenzsysteme im All» gelegt worden, der Astronauten bei Aufgaben unterstütze und irgendwann entlasten könne, erklärte Karrasch.

    Der Nachfolger von «Cimon» werde von Airbus in Friedrichshafen und Bremen gebaut. Unter anderem sollten die Mikrofone besser und der Computer robuster sein als beim derzeitigen Modell. Im Dezember 2019 solle der neue «Cimon» auf die ISS gebracht werden.

    Ende Juni 2018 war «Cimon» in Richtung ISS gestartet, wo der Roboter kurz darauf ankam. Bei einem Einsatz mit Gerst am 15. November 2018 konnte «Cimon» automatisch durch die Schwerelosigkeit navigieren und mit Gerst sprechen. Er zeigte auf seinem Display die Anleitung für ein Experiment an und spielte Musik.

    Als Vorbild für den Roboter diente Professor Simon Wright aus der Science-Fiction-Serie «Captain Future» aus den 80er Jahren. Wright war ein «fliegende Gehirn» mit Sensoren, Kameras und einem Sprachprozessor. «Cimon» wiegt auf der Erde rund fünf Kilogramm.

    Kommentare

    Weiterlesen

    Volksinitiativen
    529 Interaktionen
    Abstimmungen
    Schweizer Nati Nico Elvedi
    20 Interaktionen
    Flug-Chaos

    MEHR IN NEWS

    bundespräsi
    4 Interaktionen
    Überwachung
    Krankenkasse
    12 Interaktionen
    Analyse

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    Biontech
    11 Interaktionen
    Biontech
    Grüne Berlin
    2 Interaktionen
    Für Sondierungen