Ständerat

    Ständerat bereinigt neue Regeln zur Überwachung von Staatsbeihilfen

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Bern,

    In der Schweiz soll nicht die Europäische Kommission die Überwachung von staatlichen Beihilfen übernehmen, sondern eine schweizerische Aufsichtsbehörde. Der Ständerat hat am Montagabend im Rahmen des EU-Pakets das neue Beihilfeüberwachungsgesetz bereinigt.

    bundespräsi
    Bundespräsident Guy Parmelin, links, spricht neben den Bundesräten Ignazio Cassis, Mitte, und Beat Jans. - keystone

    Die Kontrolle von staatlichen Beihilfen soll Wettbewerbsverzerrungen im Binnenmarkt vermeiden. In den Bereichen Landverkehr und Strom werden der Bund, die Kantone und die Gemeinden jede neue staatliche Beihilfe dieser Behörde melden müssen, sobald diese einen bestimmten Schwellenwert überschreitet und nicht Gegenstand einer Ausnahmeregelung ist.

    In Bern rufen diese Bestimmungen Vorbehalte hervor, da sie den Föderalismus und insbesondere die Souveränität der Kantone und Gemeinden berührten. Aufgrund der bestehenden Abkommen überwacht im Bereich des Luftverkehrs bereits heute die Wettbewerbskommission (Weko) staatliche Beihilfen.

    Für Diskussionen im Ständerat sorgte vor allem die organisatorische Ausgestaltung der neuen Überwachungsbehörde. Schliesslich setzte sich das Konzept der vorberatenden Wirtschaftskommission (WAK-S) durch.

    Demnach soll eine Beihilfekommission geschaffen werden, welche sich ein Sekretariat mit der Weko teilt, deren Mitglieder allerdings nicht Teil der Weko sind und vom Bundesrat separat gewählt werden. Der Bundesrat sah eine Beihilfekammer innerhalb der Weko vor.

    Darüber hinaus beschloss der Ständerat eine Begrenzung der Gebühren für die Beratungstätigkeit sowie eine Stärkung der Rechte der Parteien in Verfahren vor der Überwachungsbehörde. Die kleine Kammer setzt dabei auf einen allgemeinen Anspruch auf rechtliches Gehör im Rahmen der vertieften Prüfung.

    Zudem sprach sie sich dafür aus, den Vorbehalt zugunsten längerer kantonaler Verjährungsfristen bei der Rückforderung unzulässiger Beihilfen beizubehalten. Der Ständerat folgte in diesem Punkt dem Bundesrat.

    Die Diskussionen zum EU-Paket werden am Dienstagvormittag fortgesetzt.

    Kommentare

    User #1521 (nicht angemeldet)

    Heute in der Ständeratsdebatte „Souveränität weg, Wohlstand weg“ (U Tube)

    User #3926 (nicht angemeldet)

    Ja klar, sonst kommt die stärkste Lobby in BuBe dann zu kurz!

    Weiterlesen

    Volksinitiativen
    482 Interaktionen
    Abstimmungen
    Schweizer Nati Nico Elvedi
    16 Interaktionen
    Flug-Chaos

    MEHR STäNDERAT

    ständerat
    131 Interaktionen
    Nach Debatte
    eu-vertragspaket
    11 Interaktionen
    Bern
    19 Interaktionen
    Bern
    Ständerat
    163 Interaktionen
    «Konflikte»

    MEHR AUS STADT BERN

    BSV Bern
    Handball
    Kanton Bern
    1 Interaktionen
    Kanton Bern
    1 Interaktionen
    Bern