Regelmässiger Krankenkassenwechsel spart am meisten Geld
Wer seine Krankenkasse nur einmal wechselt, verschenkt Geld. Eine Analyse zeigt: Regelmässige Wechsel der Grundversicherung bringen die grösste Ersparnis.

Das Wichtigste in Kürze
- Wer seine Krankenkasse regelmässig wechselt, spart laut der Versicherung Axa Geld.
- Beim Erstwechsel sparen Versicherte im Schnitt 563 Franken pro Jahr.
- Bei einem Folgewechsel sind es im Durchschnitt immerhin noch 383 Franken jährlich.
- 26- bis 30-Jährige erzielten im Schnitt die grösste Ersparnis.
Kurz vor Bekanntgabe der neuen Prämien für 2027 veröffentlicht die Versicherungs- und Vorsorgegruppe Axa ihre Auswertung zum Krankenkassen-Sparpotenzial.
Die Analyse zeigte, dass Versicherte, die ihre Grundversicherung regelmässig wechseln, langfristig mehr profitieren als jene, die nur einmal den Anbieter tauschen. Beim ersten Wechsel der Krankenkasse sparten Versicherte im Schnitt 563 Franken pro Jahr.
Bei einem Folgewechsel betrug die Ersparnis im Schnitt 383 Franken jährlich. «Viele Versicherte gehen davon aus, dass nach einem erstmaligen Wechsel kaum noch Sparpotenzial vorhanden ist», wurde Alexandra Gmür, Leiterin Gesundheitsvorsorge bei der Axa, in der Mitteilung vom Montag zitiert.
Besonders gross war das Sparpotential bei einem Erstwechsel in Kantonen mit hohen Prämien. In Genf konnten Versicherte 697 Franken pro Jahr sparen, im Tessin 633 und in der Waadt 594 Franken. Auch in Zürich (588 Franken) und Basel-Stadt (554 Franken) war das Potenzial gross.
Auch die Differenz zwischen Erst- und Folgewechseln variierte kantonal. In Zürich sparten Personen beim ersten Wechsel 61 Prozent mehr als bei späteren Wechseln. Im Tessin betrug dieser Unterschied 31 Prozent und in Genf 35 Prozent.
Das sind die Unterschiede bei den Altersgruppen
Bei den Altersgruppen zeigten sich ebenfalls Unterschiede. Am meisten profitierten die 26- bis 30-Jährigen mit einer durchschnittlichen Ersparnis von 451 Franken pro Jahr. Bei den 19- bis 25-Jährigen waren es 436 Franken.
Für Personen über 51 Jahre belief sich das Sparpotenzial auf 417 Franken. Bei Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre resultierte ein Sparbetrag von durchschnittlich 235 Franken. Die Axa empfahl den Versicherten, den Prämienvergleich jährlich fix einzuplanen und dabei auch alternative Modelle und Franchisen zu berücksichtigen.
Für die Analyse untersuchte das Unternehmen alle Wechsel in der Grundversicherung, die Kundinnen und Kunden mit einer Zusatzversicherung in den letzten vier Jahren vorgenommen hatten. Die Axa bietet selbst keine Grundversicherung an.













