Studie

    Geldsorgen können laut Studie Gehirnalterung beschleunigen

    Maja Bojic
    Maja Bojic

    Grossbritannien,

    Geldsorgen und ein dauerhaft niedriges Einkommen können die Gehirnalterung beschleunigen. Das zeigt eine britische Langzeitstudie über mehrere Jahrzehnte.

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    Anhaltende Geldsorgenn können die Gehirnalterung beschleunigen. (Symbolbild) - pixabay

    Menschen mit dauerhaft geringem Einkommen oder anhaltenden Geldsorgen altern laut einer neuen Studie offenbar schneller im Gehirn. Wie die «Scinexx» berichtet, zeigen Betroffene im höheren Alter ein geringeres Gehirnvolumen und schlechtere Ergebnisse bei kognitiven Tests.

    Grundlage der Untersuchung waren Daten der britischen Geburtskohortenstudie MRC National Survey of Health and Development. Laut dem Online-Magazin «Forschung und Wissen» wurden dafür 2759 Teilnehmer über mehrere Jahrzehnte begleitet und wiederholt medizinisch untersucht.

    Als dauerhaft einkommensschwach galten Personen, die mindestens zweimal zu den einkommensschwächsten 20 Prozent gehörten. Rund jede sechste Person erfüllte dieses Kriterium, während etwa jeder achte Teilnehmer dauerhaft unter finanziellen Belastungen litt.

    Langfristige Geldsorgen hinterlassen Spuren

    Entscheidend war nicht eine einzelne finanzielle Krise, sondern die über Jahre anhaltende Belastung. Teilnehmer mit dauerhaft niedrigem Einkommen erzielten bereits mit 53 Jahren schlechtere Ergebnisse bei Gedächtnis- und Verarbeitungstests.

    Die Zusammenhänge blieben auch bestehen, nachdem Faktoren wie Bildungsniveau, soziale Herkunft und kognitive Fähigkeiten aus der Kindheit statistisch berücksichtigt wurden. Die Studie zeigt damit einen Zusammenhang, beweist jedoch keine direkte Ursache-Wirkungs-Beziehung.

    Machst du dir regelmässig Sorgen um deine finanzielle Situation?

    Bei einem Teil der Teilnehmer wurden zwischen dem 69. und 71. Lebensjahr MRT-Untersuchungen durchgeführt. Wie die «Scinexx» schreibt, wiesen Menschen mit dauerhaft niedrigem Einkommen ein geringeres Gehirnvolumen und Anzeichen einer stärkeren Hirnatrophie auf.

    Männer besonders stark betroffen

    Besonders deutlich fiel der Zusammenhang bei Männern aus. Häufigeres Rauchen, höherer Alkoholkonsum sowie die damalige Rolle vieler Männer als Hauptverdiener könnten mögliche Erklärungen dafür sein.

    Auch Menschen mit belastenden Lebensbedingungen in der Kindheit zeigten stärkere Auswirkungen. Männer mit finanziellen Problemen und einer benachteiligten Kindheit waren besonders häufig von kognitiven Einschränkungen betroffen.

    Die im Fachjournal «Innovation in Aging» veröffentlichte Analyse zeigte zudem Veränderungen bei bestimmten Hirnstrukturen. Bei finanziell belasteten Teilnehmern waren die Hirnventrikel im Schnitt um 4,7 Milliliter erweitert, ein Hinweis auf stärkeren Gehirngewebeverlust.

    Chronischer Stress als möglicher Auslöser

    Wie Geldsorgen die Gehirnalterung beeinflussen, ist noch nicht abschliessend geklärt. Die Forscher nennen der «Scinexx» zufolge mehrere mögliche Mechanismen, darunter chronischen Stress, entzündliche Prozesse und einen häufig ungesünderen Lebensstil.

    Auch Faktoren wie schlechtere Ernährung, weniger Bewegung und ein erschwerter Zugang zur medizinischen Versorgung könnten eine Rolle spielen. Die Studie selbst kann jedoch nicht beweisen, dass finanzielle Belastungen direkt die Ursache der beobachteten Veränderungen sind.

    Geldsorgen Gehirnalterung
    Forschende fanden heraus, dass anhaltende Geldsorgen die Gehirnalterung beschleunigen. (Symbolbild) - pexels

    Laut der «Scinexx» sieht Professorin Praveetha Patalay vom University College London in den Ergebnissen einen wichtigen Ansatz für die Prävention. Eine bessere Unterstützung finanziell benachteiligter Menschen könnte langfristig dazu beitragen, kognitiven Abbau und Demenzfälle zu verringern.

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    Kommentare

    User #4758 (nicht angemeldet)

    Was für eine Wissenschaftlicher Beitrag?? Aber es lässt sich wohl schwerlich beweisen. Behaupten eher ja und wer was gegenteiliges aussagt ist der Nougatstengel?

    User #4047 (nicht angemeldet)

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