An der Universität Liège in Belgien wollten Forschende ein weit entferntes System beobachten. Dabei präsentierte sich unerwartet der Exoplanet «Nu2 Lupi d».
Exoplanet Nu2 Lupi
Eine künstlerische Darstellung des Sternsystems um «Nu2 Lupi». - ESA

Das Wichtigste in Kürze

  • In einer Distanz von 50 Lichtjahren befindet sich das Sternsystem um Nu2 Lupi.
  • Hier werden aktuell zwei verschiedene wasserstoffhaltige Exoplaneten beobachtet.
  • Ein dritter Exoplanet, «Nu2 Lupi d», präsentierte sich nun unerwartet auch.

Forschende um Laetitia Delrez der Universität Liège in Belgien machten kürzlich auf eine überraschende Beobachtung. Während Untersuchungen des Sternsystems rund um «Nu2 Lupi» ist unerwartet ein Exoplanet zum Vorschein gekommen.

Exoplanet macht eine «Fotobombe»

Ursprünglich richteten die Forschenden den in der Schweiz entwickelte Cheops-Satelliten aus anderen Gründen auf den Stern im Sternbild Lupus. Ziel war es, die zwei Exoplaneten «Nu2 Lupi b» und «Nu2 Lupi c» in 50 Lichtjahren Distanz zu beobachten. Mit einem Gastauftritt des dritten Planeten hatte jedoch niemand gerechnet.

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Das Cheops-Team beobachtete einen Exoplanet. (Symbolbild) - sda - Universität Bern

Dieses Schauspiel ermöglicht es dem Team, neue Daten über «Nu2 Lupi d» zu sammeln. «Der dritte Planet ist ziemlich weit vom Stern entfernt», wie Mitautor der Studie, Yann Alibert laut «Nature Astronomy» erklärt. Man hatte nicht damit gerechnet, diesen beobachten zu können.

Dank grösserer Distanz von «Nu2 Lupi d» zum Stern veränderte er sich weniger stark als die anderen Exoplaneten. Somit dürfte sich der dritte Planet dieser Gruppe bestens für Forschungen eignen. «Angesichts seiner Gesamteigenschaften und seiner Umlaufbahn ist Planet ‹d› ein einzigartig günstiges Ziel für die Untersuchung eines Exoplaneten mit einer milden Temperaturatmosphäre um einen sonnenähnlichen Stern», wie die Hauptautorin Delrez erklärt.

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