Studie

    Ex-Raucher profitieren zusätzlich von gesundem Lebensstil

    Keystone-SDA
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    USA,

    Um die erhöhte Sterblichkeit durch die Folgen von früherem Rauchen abzufedern, sind gesunde Ernährung und Sport am besten geeignet.

    Rauchen schadet der Gesundheit. Foto: Jens Kalaene
    Rauchen schadet der Gesundheit. Foto: Jens Kalaene - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Rauchen hat auch dann negative Konsequenzen, wenn man schon länger damit aufgehört hat.
    • Um die erhöhte Sterblichkeit zu verringern, helfen Sport und gesunde Ernährung.

    Viele Raucher beenden ihre Nikotin-Karriere im mittleren Lebensalter. Doch dann sind oft bereits schädliche Auswirkungen der Zigaretten – vermehrte Atherosklerose und Lungenschäden – vorhanden. Das Ergebnis ist eine über lange Jahre weiterhin erhöhte Sterblichkeit. Eine Studie des nationalen US-Krebsinstituts (NCI) zeigte jetzt, wie Ex-Raucher dieses Risiko am besten verringern können: mit Sport, Normalgewicht und gesunder Ernährung.

    «In dieser Kohortenstudie mit 159'937 früheren Rauchern (...) zeigte sich, dass diejenigen, die die Empfehlungen bezüglich des Körpergewichts, Ernährung, Sport und Alkoholkonsum am besten umsetzten, im Vergleich zu Ex-Rauchern mit der geringsten Adhärenz eine um 27 Prozent geringere Gesamtsterblichkeit aufwiesen.

    Korrelation mit anderen Krankheiten ist hoch

    Eine Korrelation gab es auch zur Sterblichkeit durch Krebs, Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen.« Dies schrieben Maki Inoue-Choi und Co-Autoren in der in Jama Network Open erschienen Studie.

    raucher zigarette
    Ein Raucher zündet sich eine Zigarette an - AFP/Archiv

    Die wissenschaftliche Studie umfasste eine Personengruppe im Durchschnittsalter von zu Beginn 62,6 Jahren. Sie hatten das Rauchen durchschnittlich bereits vor mehr als zehn Jahren aufgegeben. Die Wissenschafter korrelierten deren Sterberisiko in den darauffolgenden 18,9 Jahren mit vier Lebensstilfaktoren: Body-Mass-Index (BMI), Ernährung im «Healthy Eating Index», körperliche Aktivität und Alkoholkonsum. Maximal zu erzielen waren in den Kategorien acht Punkte.

    Sterberisiko verringert sich zu 27 Prozent bei gesunder Lebensweise

    Es zeigte sich, dass die Ex-Raucher mit der gesündesten Lebensweise ein um 27 Prozent geringeres Gesamtsterberisiko aufwiesen. Das war statistisch hoch signifikant. Mehr als vier Stunden Sport pro Woche verringerte die Mortalität aus allen Ursachen um 17 Prozent. Normalgewicht brachte minus 14 Prozent Sterblichkeit, eine gesunde Ernährung minus neun Prozent.

    Sind Sie Raucher?

    Das Vermeiden von zu viel Alkohol führte zu einer um vier Prozent geringeren Mortalität. Auch wenn die Studienteilnehmer die Empfehlungen nicht «perfekt» einhielten, zeigten sich signifikante Effekte.

    Die Effekte liessen sich auch noch einmal in der Verhinderung von Todesfällen aufgrund von bestimmten Erkrankungen nachweisen: Jene Ex-Raucher, die sich am gesundheitsbewusstesten verhielten, starben um 28 Prozent seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei Krebs reduzierte sich das Risiko um 24 Prozent, bei Atemwegserkrankungen um 30 Prozent.

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