Mond

    Erstmals seit über 50 Jahren Menschen auf dem Weg zum Mond

    Die Artemis-2-Mission ist gestartet. Die drei Astronauten und die Astronautin werden rund zehn Tage lang um den Mond fliegen.

    Start der Artemis-II-Mondrakete vom Kennedy Space Center in Cape Canaveral.
    Start der Artemis-II-Mondrakete vom Kennedy Space Center in Cape Canaveral. - KEYSTONE/AP/Chris O'Meara

    Das Wichtigste in Kürze

    • Erstmals seit über 50 Jahren sind Menschen auf dem Weg Richtung Mond.
    • Die Artemis-2-Mission wird den Erdtrabanten umfliegen.
    • Die Crew wird rund zehn Tage lang unterwegs sein.
    • Mit Nau.ch bleibst du auf dem Laufenden.

    Erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert sind wieder Menschen in die Nähe des Mondes unterwegs. Vier Astronauten haben dafür um 18:35 Uhr Ortszeit (00:35 Uhr MESZ) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida ab.

    Sie befinden sich an Bord der «Orion»-Kapsel mit dem Raketensystem «Space Launch System». Der Start der krisengeplagten Mission «Artemis 2» war zuvor wegen technischer Probleme mehrfach verschoben worden.

    «Artemis 2» baut auf den Erfahrungen der unbemannten Mission «Artemis 1» 2022 auf. An Bord der «Orion»-Kapsel soll die Crew – bestehend aus der US-Astronautin Christina Koch, ihren US-Kollegen Victor Glover und Reid Wiseman und dem kanadischen Raumfahrer Jeremy Hansen – etwa zehn Tage lang um den Mond herumfliegen, bevor die Kapsel wieder im Meer auf der Erde aufkommen soll.

    Im Ticker von Nau.ch verpasst du keine neue Entwicklung.

    Kurzes Kommunikationsproblem nach Start

    05.00: Kurz nach dem Start der Mondmission «Artemis 2» ist vorübergehend die Kommunikation zwischen den vier Astronauten an Bord der «Orion»-Kapsel und dem Kontrollzentrum auf der Erde abgebrochen.

    Die Crew habe die Stimmen aus dem Kontrollzentrum hören können, aber die Mitarbeiter im Kontrollzentrum hätten die Astronauten nicht hören können, sagte Nasa-Chef Jared Isaacman bei einer Pressekonferenz. Das Problem habe aber nach kurzer Zeit gelöst werden können und die Kommunikation sei wieder hergestellt. «Wir klären das Problem aktiv auf.»

    Mehr als 2,3 Millionen Kilometer um Mond und Erde

    03.15: Der Flugverlauf gleicht insgesamt einer Acht um Erde und Mond. Die vier Astronauten sollen insgesamt mehr als 2,3 Millionen Kilometer zurücklegen. Am weitesten Punkt sollen sie sich etwa 370'000 Kilometer von der Erde entfernt, etwa 7500 Kilometer hinter der erdabgewandten Seite des Mondes befinden.

    astronauten
    Jeremy Hansen, Victor Glover, Rid Wiseman und Christina Koch sind auf dem Weg in Richtung Mond. - keystone

    Von dort aus können sie dann Erde und Mond gleichzeitig sehen. Und sie könnten sich weiter von der Erde entfernen als jemals Menschen zuvor.

    Für Glover, Koch und Wiseman ist es der zweite Flug ins All, für Hansen der erste. Koch ist die erste Frau an Bord einer Mond-Mission der Nasa, Glover der erste nicht-weisse Mensch und Hansen der erste Kanadier.

    Bislang zwölf Amerikaner auf dem Mond

    02.30: Der erste Mensch auf dem Mond war am 20. Juli 1969 Neil Armstrong. Als bislang letzter Mensch verliess im Dezember 1972 der 2017 gestorbene Nasa-Astronaut Eugene Cernan mit der «Apollo 17»-Mission den Erdtrabanten. Insgesamt brachten die USA als bislang einziges Land mit den «Apollo»-Missionen zwischen 1969 und 1972 zwölf Astronauten auf den Mond.

    Start nach mehreren Verschiebungen

    00.50: Das milliardenschwere «Artemis»-Programm – benannt nach der Göttin des Mondes und Zwillingsschwester des Gottes Apollo aus der griechischen Mythologie – wurde von der Nasa 2017 verkündet. Ursprünglich sah es eine bemannte Mondlandung («Artemis 3») bis 2024 vor. Seitdem kam es aber mehrfach zu Verschiebungen.

    artemis
    Nach mehreren Verschiebungen hat die Artemis-2-Mission abgehoben. - keystone

    Der neue Nasa-Chef Jared Isaacman hat die «Artemis»-Pläne kürzlich noch einmal komplett umgeschmissen. Die Mission «Artemis 3», mit der ursprünglich frühestens 2028 eine Crew auf dem Mond landen sollte, soll nun bereits im kommenden Jahr starten, aber nicht auf dem Mond landen.

    Auch die Schweiz ist beteiligt

    00.30 Auch die Schweiz hat für die Mission Technologie beigesteuert. Schweizer Unternehmen steuerten Komponenten zum Servicemodul der Esa bei: Die Steuermechanismen zur Ausrichtung der Solarpaneele stammen von Beyond Gravity in Zürich.

    Apco Technologies in Aigle VD lieferte zudem mechanische Bodengeräte, die das Servicemodul während Bau und Transport stützten, sowie die Drehplattform für die Montage des Moduls.

    Wettlauf der Raumfahrtnationen

    00.15: Für die USA symbolisiert die Rückkehr zum Mond strategisch die technologische und geopolitische Führung im Wettlauf um den Weltraum. Eine dauerhafte Präsenz dort gilt als Weg, nationale Interessen in der Raumfahrt zu sichern und internationale Kooperationen prägen zu können. US-Präsident Trump, in dessen erster Amtszeit das Programm ins Leben gerufen worden war, verbucht es auch als persönlichen Erfolg.

    Schon seit Jahren gibt es einen neuen Wettlauf von Raumfahrtnationen zum Mond. Grösster Konkurrent der USA ist China mit dem Ziel, bis 2030 Menschen auf den Mond zu bringen. Auch Russland will mit Menschen auf den Mond, hat aber mit Verzögerungen wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten zu kämpfen.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #6739 (nicht angemeldet)

    Wer glaubt diesen Quatsch noch?

    User #3267 (nicht angemeldet)

    Glaubt das noch jemand

    Weiterlesen

    Artemis 2 Mondmission
    8 Interaktionen
    Artemis 2
    artemis 2 Christina Koch
    5 Interaktionen
    Countdown
    Mond
    1 Interaktionen
    Washington

    MEHR IN NEWS

    Man muss die Eltern kritisieren, nicht die Kinder!
    97 Interaktionen
    Schweigepfad-Lärm
    Glashütten AG
    Glashütten AG
    19 Interaktionen
    Preisexplosion

    MEHR MOND

    Mond
    3 Interaktionen
    ETH-Studie
    SpaceX
    8 Interaktionen
    Garching
    Mond Venus
    9 Interaktionen
    Mond, Venus, Jupiter
    Astronauten
    9 Interaktionen
    Berlin

    MEHR AUS USA

    7 Interaktionen
    Washington
    Xi Jinping
    7 Interaktionen
    Bei Trump-Besuch
    Christa Pike
    111 Interaktionen
    Missglückt
    5 Interaktionen
    Nach Vorfall