Erst ein kosmischer Einschlag brachte wohl Leben auf die Erde
Die Lebensfreundlichkeit der Erde entstand laut einer neuen Studie wohl durch eine Kollision, da sie anfangs kaum Wasser und Kohlenstoff hatte.

Das Wichtigste in Kürze
- Wahrscheinlich verdankt die Erde ihre Lebensfreundlichkeit einer planetaren Kollision.
- Eine Studie der Uni Bern zeigt: Die frühe Erde war fast ohne Wasser und Kohlenstoff.
- Diese lebensnotwendigen Stoffe gelangten bei der Kollision von aussen zur Erde.
Die Erde verdankt ihre Lebensfreundlichkeit vermutlich einer planetaren Kollision. Eine neue Studie der Universität Bern zeigt, dass die frühe Erde fast frei von lebenswichtigen Stoffen war. Dazu gehören Wasser und Kohlenstoff.
«Das macht deutlich: Lebensfreundlichkeit ist im Universum alles andere als selbstverständlich», sagte Studienautor Klaus Mezger laut einer Mitteilung der Universität Bern vom Donnerstag.
Erst ein späterer Zusammenstoss mit einem wasserreichen Himmelskörper brachte lebenswichtige Elemente auf die Erde. Das vermuten die Forschenden.
Die Berner Forschenden veröffentlichten ihre Studie im Fachmagazin «Science Advances». Die Studie zeigte erstmals, dass die chemische Zusammensetzung der frühen Erde feststand. Dies geschah spätestens drei Millionen Jahre nach der Entstehung des Sonnensystems.
Um die Entstehung der Erde zu rekonstruieren, nutzte das Team Isotopen- und Elementdaten von Meteoriten und irdischem Gestein. So konnten sie den Ablauf der Erdentstehung genauer verstehen.
Chemische Eigenschaften innerhalb von 3 Millionen Jahren festgelegt
Das Sonnensystem bildete sich vor rund 4568 Millionen Jahren. Studien-Erstautor Pascal Kruttasch erklärte, dass die Festlegung der chemischen Eigenschaften der Erde nur bis zu drei Millionen Jahre dauerte. Das sei überraschend schnell.
Nach aktuellem Kenntnisstand entstand Leben auf der Erde erst rund 700 bis 1000 Millionen Jahre später. Nach den ersten drei Millionen Jahren war die Proto-Erde den Forschenden zufolge ein trockener, lebensfeindlicher Gesteinsplanet.
Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ziehen daraus den Schluss: Die für Leben notwendigen Stoffe wie Wasser und Kohlenstoff entstanden nicht durch einen kontinuierlichen Aufbau. Stattdessen gelangten sie von aussen zur Erde.