Studie

    Erarbeiteter Wohlstand akzeptierter als Glücks-Reichtum

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Reich durch Leistung? Ja! Eine neue Studie zeigt: In der Schweiz werden Lohnunterschiede besonders dann akzeptiert, wenn sie verdient sind.

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    Wird Ungleichheit mit Leistung begründet, wird sie weltweit im Schnitt wesentlich eher akzeptiert. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Eine Studie zeigt: Menschen akzeptieren Lohnunterschiede eher, wenn sie durch Leistung statt durch Zufall entstehen.
    • In der Schweiz ist die Meinung besonders stark: Leistung wird belohnt, Zufallsgewinne sollen eher umverteilt werden.
    • In Ländern wie China und Indien wird Ungleichheit durch Glück überraschend häufiger akzeptiert.

    Eine neue Studie zeigt, dass Menschen Lohnunterschiede vor allem dann akzeptieren, wenn sie auf Leistung basieren. In der Schweiz ist diese Haltung stark ausgeprägt.

    Das Forschungsteam um die Wirtschaftswissenschaftlerin Ingvild Almås von der UZH führte eine Studie durch. Daran nahmen 65'000 Menschen aus 60 Ländern teil.

    Die Forschenden wollten herausfinden, wann Menschen Ungleichheit akzeptieren und eine Umverteilung befürworten, wie die UZH am Mittwoch mitteilte.

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    Reichtum durch Leistung wird in der Schweiz eher akzeptiert, als Reichtum durch Glück. (Symbolbild) - pexels

    Die Versuchsteilnehmenden mussten zum Beispiel entscheiden, ob Boni für Mitarbeitende einer Online-Plattform nach Leistung oder per Zufall vergeben werden sollten.

    In der Schweiz besonders ausgeprägt

    Das Ergebnis ist deutlich: Wird Ungleichheit mit Leistung begründet, akzeptieren die Menschen sie im Durchschnitt wesentlich eher. Diese Ansicht sei in der Schweiz besonders stark ausgeprägt, heisst es von der UZH. Die Schweizer Bevölkerung sei aber für eine Umverteilung offen, wenn die Ungleichheit auf Glück beruhe.

    Kannst du grosse Lohnunterschiede eher akzeptieren, wenn sie auf Leistung beruhen?

    Auch andere wohlhabende westliche Demokratien weisen besonders hohe Anteile von Menschen auf, die Ungleichheit aufgrund von Leistung akzeptieren. Darunter Länder wie Kanada, Australien und Italien.

    Nicht-westliche Länder sehen es anders

    In nicht-westlichen Ländern wie China und Indien fanden die Forschenden hingegen eine grosse Ungleichheits-Akzeptanz, die durch Glück entstanden ist. Die dortige Bevölkerung sprach sich mehrheitlich dagegen aus, einen durch Zufall errungenen Wohlstand umzuverteilen.

    Als einen möglichen Grund für diese Einstellung nannte Almås kulturelle Faktoren. Künftige Studien sollen den Zusammenhang mit religiösen Überzeugungen untersuchen. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift «The Quarterly Journal of Economics» veröffentlicht.

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    Kommentare

    User #2419 (nicht angemeldet)

    Wer bezahlt solche Studien?

    User #4666 (nicht angemeldet)

    Was ist das schon wieder? Braucht es eine Studie, um sowas festzustellen? Wir verblöden zusehends.

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