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    Pisa-Studie: Schweizer Schüler stark – Abwärtstrend in zwei Fächern

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Schweizer Schüler haben in der Pisa-Studie 2025 in allen Bereichen über dem OECD-Durchschnitt abgeschnitten. Lesen und Rechnen fällt jedoch zunehmend schwerer.

    Schule
    Schweizer Schülerinnen und Schüler schneiden in der Pisa-Studie von 2025 überdurchschnittlich ab. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • In der Pisa-Studie 2025 schneiden Schweizer Schüler überdurchschnittlich gut ab.
    • Beim Lesen und in der Mathematik setzt sich jedoch ein negativer Trend fort.
    • Das Wohlbefinden der Jugendlichen erreicht wieder das Niveau vor der Pandemie.

    Die 15-jährigen Schülerinnen und Schüler in der Schweiz haben in der Pisa-Studie 2025 in allen Bereichen über dem OECD-Durchschnitt abgeschnitten. In den Fächern Lesen und Mathematik setzte sich jedoch ein negativer Trend der letzten Jahre fort.

    In den Bereichen Naturwissenschaften, Lesen, Mathematik und dem modellbasierten Problemlösen erzielten 15-Jährige in der Schweiz signifikant höhere Werte als der Durchschnitt bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), wie die Universität Bern im Auftrag von Bund und Kantonen am Dienstag mitteilte.

    Die Schweiz gehört damit in allen Kompetenzbereichen zu den 20 leistungsstärksten der 91 teilnehmenden Länder.

    In der Hauptdomäne Naturwissenschaften erreichten die Schweizer Jugendlichen einen Mittelwert von 501 Punkten und lagen damit deutlich über dem OECD-Schnitt von 482 Punkten.

    Die Leistung in diesem Bereich zeigte sich seit 2015 als relativ stabil, während der OECD-Durchschnitt im selben Zeitraum kontinuierlich sank. Auch in der erstmals erhobenen umweltwissenschaftlichen Kompetenz schnitt die Schweiz mit 495 Punkten überdurchschnittlich ab.

    Rückläufige Trends in Lesen und Mathematik

    In der Lesekompetenz setzte sich ein Abwärtstrend fort. Der durchschnittliche Wert sank auf 470 Punkte. Im Jahr 2015 lag dieser noch bei 492 Punkten. Trotz des Rückgangs liegt die Schweiz aber auch hier über dem OECD-Mittel von 461 Punkten.

    Auch in der Mathematik gingen die Leistungen weiter zurück. Der Mittelwert fiel auf 499 Punkte, verglichen mit 521 Punkten im Jahr 2015. Trotz dieses Rückgangs gehört die Schweiz in der Mathematik international weiterhin zur Spitzengruppe.

    Erstmals wurde das modellbasierte Problemlösen als neue Kompetenz getestet. Hier erzielte die Schweiz mit 520 Punkten ebenfalls ein überdurchschnittliches Resultat.

    International weit vorne

    Im Vergleich mit den für die Schweizer Bildungspolitik besonders relevanten Referenzländern schneidet die Schweiz durchwegs gut ab. In den Naturwissenschaften erzielen lediglich Estland und Kanada in einzelnen Teilbereichen bessere Ergebnisse, während die Schweiz etwa in Mathematik punktet und nur Estland noch besser abschneidet.

    Im Lesen liegen ebenfalls Estland und Kanada vor der Schweiz; Finnland und Italien erreichen ein vergleichbares Niveau. Beim modellbasierten Problemlösen wird die Schweiz innerhalb der Referenzgruppe wieder nur von Estland übertroffen, während Kanada statistisch gleichauf liegt. Damit bestätigt Pisa 2025 insgesamt die starke internationale Position der Schweiz – insbesondere in Mathematik und beim modellbasierten Problemlösen.

    Mehr leistungsschwache Jugendliche

    Die Analyse der Leistungsgruppen offenbarte eine Zunahme der leistungsschwachen Schülerinnen und Schüler. Der Anteil der Jugendlichen, der im Lesen die Mindestkompetenzen nicht erreichte, stieg von rund 20 Prozent im Jahr 2015 auf 28,8 Prozent im Jahr 2025. In der Mathematik wuchs dieser Anteil im selben Zeitraum von 15,8 Prozent auf 23,2 Prozent. In den Naturwissenschaften blieb der Anteil der Leistungsschwachen hingegen stabil bei rund 21 Prozent.

    Ein zentraler Befund der Studie ist der nach wie vor grosse Einfluss der sozialen Herkunft auf den Bildungserfolg. Schülerinnen und Schüler aus sozial benachteiligten Verhältnissen erzielten im Durchschnitt deutlich schlechtere Ergebnisse.

    Der Abstand zwischen den privilegiertesten und den am stärksten benachteiligten Jugendlichen beim Erreichen der Mindestkompetenzen erreichte 2022 einen Höchststand und ging 2025 wieder auf das Niveau von 2015 zurück. Dies lag jedoch auch an einem Leistungsrückgang bei den privilegierten Schülerinnen und Schülern.

    Jugendliche fühlen sich wieder wohler

    Das Wohlbefinden der Jugendlichen hat sich nach einem Tiefpunkt im Jahr 2022 wieder erholt. Die Lebenszufriedenheit und das Gefühl der Zugehörigkeit zur Schule erreichten 2025 wieder ein ähnliches Niveau wie vor der Covid-19-Pandemie im Jahr 2018.

    Warst du gut in der Schule?

    Pisa ist eine internationale OECD-Vergleichsstudie, die alle vier Jahre durchgeführt wird. An der Erhebung 2025 nahmen 91 Länder teil; in der Schweiz wurden rund 7600 Jugendliche aus 275 Schulen befragt.

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    Kommentare

    User #1284 (nicht angemeldet)

    Ist doch ganz einfach zu beantworten - Diese Jugendlichen brauchen nur noch für jede Alltags Aufgaben ihr Handy sei es Rechnen und Naturwissenschaften oder auf das WC gehen - da wird mal schnell die KI gefragt. Also warum muss man sich das eh zu Leistungsschwache Hirn mit Wissen überanstrengen??? Die Lehrer kämpfen gegen Windmühlen und können nur verlieren. Auch das Sprechen in einem anständigen Deutsch ist fast unmöglich geworden. Es wird nur noch ein Kauderwelsch aus Gassen Jargon benutzt. Aber Gott sei Dank gibt es ja in Jedem Handy die Möglichkeit einer Übersetzung App.

    User #6020 (nicht angemeldet)

    das hätte ich auch ohne studie gewusst

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