El Niño auf dem Weg zum historischen Rekord

    Maja Bojic
    Maja Bojic

    Deutschland,

    Das aktuelle Klimaphänomen El Niño verstärkt sich deutlich. Die US-Klimabehörde NOAA erwartet im Herbst mit hoher Wahrscheinlichkeit ein sehr starkes Ereignis.

    El Niño Dürre
    El Niño beeinflusst die globalen Wettermuster und kann regional extreme Hitze, Dürren und Überschwemmungen auslösen. (Archivbild) - keystone

    Im tropischen Pazifik verstärkt sich das Klimaphänomen El Niño derzeit deutlich. Die Meeresoberflächen im zentralen und östlichen Pazifik waren im Juli deutlich wärmer als üblich, berichtet die «Swissinfo».

    Der Deutsche Wetterdienst erwartet deshalb eines der stärksten El-Niño-Ereignisse seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Entwicklung sei bereits deutlich erkennbar, schreibt die «ZDFheute» unter Berufung auf den DWD.

    Besonders betroffen könnten Teile Amerikas, Australiens, Asiens und Afrikas sein. In manchen Regionen kann El Niño starke Niederschläge bringen, während andernorts schwere Dürren drohen, so der «Stern».

    NOAA erwartet sehr starken El Niño

    Nach Angaben der US-Klimabehörde NOAA liegt die Wahrscheinlichkeit für einen sehr starken El Niño bei über 90 Prozent. Dies entspricht der höchsten von vier Kategorien, wie die «Swissinfo» berichtet.

    Für Oktober bis Dezember 2026 sieht NOAA zudem eine Wahrscheinlichkeit von 69 Prozent für ein historisches Ereignis. Dabei könnte die Stärke aller bisherigen El-Niño-Ereignisse seit Beginn der Aufzeichnungen 1950 übertroffen werden.

    Machst du dir wegen des erwarteten starken El Niño Sorgen?

    El Niño bezeichnet eine vorübergehende Erwärmung der oberen Wasserschichten im tropischen Ostpazifik. Das Phänomen tritt laut der «ZDFheute» etwa alle zwei bis sieben Jahre auf und kann weltweit Wetterlagen beeinflussen.

    Europa bleibt schwer einzuschätzen

    Für Europa erwartet der Deutsche Wetterdienst deutlich geringere direkte Auswirkungen als in Regionen nahe dem tropischen Pazifik. Möglich sind jedoch indirekte Veränderungen durch eine veränderte grossräumige atmosphärische Zirkulation, berichtet der «Stern».

    Welche Folgen daraus konkret für Europa entstehen, lässt sich derzeit nicht ausreichend prognostizieren. Laut der «Swissinfo» hängen diese Auswirkungen von zahlreichen weiteren Faktoren ab.

    Auch die Landwirtschaft könnte indirekt betroffen sein, wenn Ernten in anderen Regionen schlechter ausfallen. Der emeritierte Professor Armin Bunde verwies laut der «Swissinfo» auf mögliche Preissteigerungen bei Zucker, Kaffee und Kakao.

    Panamakanal reagiert auf Wassermangel

    Am Panamakanal wurden bereits vorsorgliche Massnahmen angekündigt. Die buchbaren Schiffspassagen sollen ab September schrittweise leicht reduziert werden, berichtet die «ZDFheute».

    Der Grund liegt im hohen Wasserbedarf des Schleusensystems. Bei jeder Schiffspassage fliesst Süsswasser ins Meer, weshalb zusätzliche Wassersparmassnahmen notwendig sind, wie die «Swissinfo» schreibt.

    El Niño
    El Niño könnte 2026 zu einem der stärksten Ereignisse seit Beginn der Messungen werden. (Archivbild) - keystone

    Damit rückt El Niño bereits vor seinem erwarteten Höhepunkt in den Blick. Für die Monate Oktober bis Dezember 2026 rechnen die Experten mit einer weiteren Verstärkung des Phänomens.

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    Kommentare

    User #5050 (nicht angemeldet)

    Er hat uns doch bereits getroffen, um Gottes Willen, war die Hitze und Dürre nur Einbildung?

    User #3591 (nicht angemeldet)

    Hauptsache der Nino ist Ebola frei. Wichtig und Richtig.

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