VW-Belegschaft äussert Kritik an Kommunikation der Geschäftsleitung
Die VW-Belegschaft kritisiert laut einer internen Umfrage die Aussendarstellung des Unternehmens stark. Wegen der «desaströsen Kommunikation nach aussen» seien die Mitarbeitenden «verunsichert und verängstigt», heisst es in einem Intranet-Artikel.

In der vom Betriebsrat initiierten Online-Erhebung zur Stimmungslage habe die VW-Belegschaft in der vergangenen Woche im Intranet des Unternehmens die Möglichkeit gehabt, Kritik und Erwartungen an Konzernchef Oliver Blume und die übrige Geschäftsleitung zu formulieren.
Zu dem Aufruf habe die Möglichkeit gehört, per Like Zustimmung für die jeweiligen Vorschläge zu signalisieren, heisst es im Artikel, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Mehr als 100 Fragen hätten am Ende zur Auswahl gestanden.
Zusammengefasst thematisierten die Top fünf Fragen demnach folgende Aspekte: Kritik an der Kommunikation der Geschäftsleitung, Angst der Belegschaft um ihre Arbeitsplätze, die Zukunft sozialverträglicher Abbauhebel sowie von Altersteilzeit und Aufhebungsverträgen, die Perspektiven für die Werke Emden, Hannover, Neckarsulm, Osnabrück und Zwickau, die Strategie für Kundenvertrauen, und Zukunftsprodukte und die Abläufe in der eigenen Organisation.
Die Top fünf hätten alle eine dreistellige Zahl an Likes erreicht, was für das Intranet Spitzenwerte bedeute.
Krise und grosse Sorgen bei VW
Volkswagen kämpft mit hohen Kosten und einem schwierigen Umfeld. Die VW-Führung will die Kosten senken und die Wettbewerbsfähigkeit verbessern.
Belegschaft, Gewerkschaften und Politik bangen um Zehntausende Arbeitsplätze und um die Standorte Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm.
Erste Antworten auf die Fragen und Reaktionen auf die Kritik könnte die Konzernleitung in den kommenden Tagen liefern. Gleich neun ausserordentliche Betriebsversammlungen stehen bei Volkswagen auf dem Programm. Die erste Betriebsversammlung findet am Dienstag, dem 25. August, in Wolfsburg statt.














