Weidel unter Druck: AfD zwischen Erfolg und Konflikten
Alice Weidel sieht die AfD vor dem Durchbruch. Gleichzeitig wächst der Druck durch interne Machtkämpfe und einen umstrittenen politischen Kurs.

Alice Weidel gilt als prägendes Gesicht der AfD und steht parteiintern weiterhin an der Spitze. Beim Parteitag in Erfurt erzielte sie bei ihrer Wiederwahl ein besseres Ergebnis als Co-Chef Tino Chrupalla.
Die «ZDFheute» berichtet zugleich von einem Parteitag, der Professionalität und Geschlossenheit demonstriert habe. Gleichzeitig zeige sich die fortschreitende Radikalisierung besonders deutlich im nordrhein-westfälischen Landesverband.
Dort stehen sich Anhänger von Landeschef Martin Vincentz und des Bundestagsabgeordneten Matthias Helferich gegenüber. Die Auseinandersetzung hat sich zu einer Machtprobe zwischen Bundesvorstand und Vincentz entwickelt.
Weidel steht in NRW unter Druck
Versuche der Parteispitze, den Konflikt durch Mediation oder eine neue Listenaufstellung zu entschärfen, blieben bislang erfolglos. Als Parteichefin und prägendes Gesicht der AfD wird von ihr erwartet, in Nordrhein-Westfalen durchzugreifen.
Die «ZDFheute» berichtet, dass ihr dies bislang nicht gelungen sei. Die AfD liegt in Sachsen-Anhalt mit mehr als 40 Prozent deutlich vorn und kann auf starke Umfragewerte verweisen.
Auch bundesweit liegt die AfD laut der «Zeit» derzeit vor der CDU. Bei der genannten Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen kam sie auf 27 Prozent, während die CDU 22 Prozent erreichte.
Weidel setzt auf einen harten Kurs
Im ZDF-Sommerinterview kündigte Weidel einen möglichen Austritt Deutschlands aus dem Euro und dem Schengenraum an. Sie forderte ausserdem strengere Grenzkontrollen und eine deutliche Begrenzung der Migration.
Der «Deutschlandfunk» berichtet von Warnungen aus Wirtschaft und Wissenschaft vor möglichen negativen Folgen. Sie forderte zudem mehr Abschiebungen, weniger Einbürgerungen und die Rückführung der in Deutschland lebenden Syrer.

Wirtschaftspolitisch setzt sie laut der «Zeit» auf Markt- und Technologieoffenheit und lehnt weitere Verbote ab. Für die anstehenden Wahlen zeigt sich Weidel selbstbewusst.
















