Wenn AfD regiert: Alice Weidel will raus aus Euro und Schengen
AfD-Chefin Alice Weidel erklärt, dass ihre Partei den Ausstieg aus dem Euro und dem Schengenraum anstrebt.

Das Wichtigste in Kürze
- In einem rund 20-minütigen Interview greift AfD-Chefin Alice Weidel die CDU scharf an.
- Sollte die AfD an die Macht kommen, würde sich die Partei für einen Euro- und Schengen-Ausstieg einsetzen.
- Das Schengen-Abkommen werde «aufgekündigt». Die offenen Grenzen gefährdeten ihr nach die innere Sicherheit Deutschlands.
Für die AfD ist klar: Sollte sie künftig Teil der deutschen Regierung sein, will sich die Partei für den Ausstieg Deutschlands aus dem Euro und dem Schengen-Abkommen einsetzen. Das erklärt AfD-Chefin Alice Weidel im rund 20-minütigen ZDF-Sommerinterview.
«Was wir sehen, ist, dass der Euro eine instabile Währung geworden ist», erklärt die Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion dabei. Der Euro sei keine Starkwährung, sondern werde «weich gemacht». Weidel ist überzeugt: «Deutschland ging es deutlich besser vor der Euro-Einführung.»
Es gebe eine «breite Verarmung arbeitender Bevölkerungsschichten». Hinzu kommt laut der AfD-Chefin Der Verlust von Arbeitsplätzen.
Weidel zu Schengen: «Dieser Vertrag wird gekündigt»
Auch bei der Migration will die AfD den Hebel stärker ansetzen: «Es fängt doch bei der Prävention an. Wir sagen ganz klar: Wir machen die Grenzen zu», sagt Weidel.
Und wenn sie sowas wie den Massen-Ansturm von Migranten in die spanische Exklave Ceuta sehe, sei für sie klar: «Wir steigen aus Schengen aus. Dieser Vertrag wird aufgekündigt», sagt sie.
Das Schengen-Abkommen sieht grundsätzlich den Wegfall von Kontrollen an Binnengrenzen der daran teilnehmenden Staaten vor. Die offenen Grenzen gefährdeten aus Weidels Sicht die innere Sicherheit.
Denn Schengen würde nur bei gesicherten Aussengrenzen funktionieren. Und dies sei nicht der Fall.
«Keine Rechtssicherheit mehr»
Es gebe schlicht zu viel illegale Zuwanderung nach Deutschland, in dem Land herrsche «keine Rechtssicherheit mehr». Deutschland muss laut der AfD-Chefin mehr Menschen abschieben und weniger Ausländer einbürgern.
Sämtliche 1,3 Millionen in Deutschland lebenden Syrer würden unter der AfD «in ihre Heimat zurückgeführt» werden.
Im Sommerinterview zeigt sich Weidel bei den kommenden Wahlen in den Bundesländern zuversichtlich und schiesst dabei mehrmals gegen die regierende CDU: «Die CDU wird keine einzige Bundestagswahl mehr gewinnen.»
Dabei bezeichnet sie die aktuellen Regierungsmitglieder als «irgendwelche Flachzangen».





















