E-Zigaretten wahrscheinlich krebserregend und riskant
Neue Analysen zeigen: E-Zigaretten könnten Krebs auslösen und bergen unterschätzte Gesundheitsrisiken.

E-Zigaretten wurden lange als weniger schädliche Alternative zum Rauchen klassischer Zigaretten vermarktet. Aktuelle Studien zeichnen jedoch ein deutlich kritischeres Bild und stellen bisherige Annahmen infrage.
Wie «ZDFheute» berichtet, finden Forschende im Dampf der Geräte Schadstoffe und sogar Metalle. Diese Substanzen gelten teilweise als krebserregend oder stehen zumindest im starken Verdacht.
Eine neue Analyse kommt zudem zum Schluss, dass regelmässiges Dampfen wahrscheinlich Krebs verursachen kann. So könnten laut «ZDFheute» insbesondere Lungen- und Mundhöhlenkrebs begünstigt werden.
Neue Studien verdichten Hinweise
Eine internationale Auswertung zeigt laut «Pharmazeutische Zeitung», dass E-Zigaretten «wahrscheinlich krebserregend» sind. Die Forschenden stützten sich dabei auf Tierstudien, Biomarker und biochemische Analysen.
Dabei wurden zahlreiche problematische Stoffe im Aerosol identifiziert, darunter Formaldehyd und Benzol. Diese entstehen beim Erhitzen der Flüssigkeiten und können laut «Pharmazeutische Zeitung» DNA-Schäden verursachen.
Auch Biomarker-Studien zeigen Hinweise auf oxidativen Stress und Entzündungen im Gewebe. Solche Prozesse gelten als wichtige Mechanismen bei der Entstehung von Krebs.
E-Zigaretten: Studienlage bleibt lückenhaft trotz Krebsverdacht
Trotz der neuen Erkenntnisse bleibt die Datenlage in Teilen unvollständig. Wie das «Science Media Center» berichtet, fehlen vor allem langfristige Studien am Menschen.
Ein Grund dafür ist die noch vergleichsweise kurze Verbreitung der Produkte seit etwa 2010. Viele Krebserkrankungen entwickeln sich jedoch erst nach Jahrzehnten.
Die aktuelle Bewertung basiert daher vor allem auf indirekten Belegen und experimentellen Daten. Dennoch kommen Forschende laut «Science Media Center» zu der Einschätzung «wahrscheinlich krebserregend».
Geringere Schadstoffe, aber Risiken bleiben bestehen
Experten betonen gleichzeitig Unterschiede zum klassischen Tabakrauchen. So seien die Konzentrationen vieler Schadstoffe im Vergleich oft geringer, berichtet «ZDFheute».
Das bedeute jedoch nicht, dass E-Zigaretten unbedenklich seien oder keine Risiken bergen. Vielmehr bleibe die gesundheitliche Bewertung komplex und weiterhin Gegenstand intensiver Forschung.

Auch offizielle Einstufungen durch internationale Behörden stehen bislang noch aus. Eine abschliessende Bewertung wird erst mit umfassenderen Langzeitdaten erwartet.















