E-Zigaretten

E-Zigaretten wahrscheinlich krebserregend und riskant

Maja Bojic
Maja Bojic

USA,

Neue Analysen zeigen: E-Zigaretten könnten Krebs auslösen und bergen unterschätzte Gesundheitsrisiken.

Mädchen raucht E-Zigarette
E-Zigaretten enthalten Schadstoffe, die das Krebsrisiko erhöhen könnten. (Symbolbild) - depositphotos

E-Zigaretten wurden lange als weniger schädliche Alternative zum Rauchen klassischer Zigaretten vermarktet. Aktuelle Studien zeichnen jedoch ein deutlich kritischeres Bild und stellen bisherige Annahmen infrage.

Wie «ZDFheute» berichtet, finden Forschende im Dampf der Geräte Schadstoffe und sogar Metalle. Diese Substanzen gelten teilweise als krebserregend oder stehen zumindest im starken Verdacht.

Eine neue Analyse kommt zudem zum Schluss, dass regelmässiges Dampfen wahrscheinlich Krebs verursachen kann. So könnten laut «ZDFheute» insbesondere Lungen- und Mundhöhlenkrebs begünstigt werden.

Neue Studien verdichten Hinweise

Eine internationale Auswertung zeigt laut «Pharmazeutische Zeitung», dass E-Zigaretten «wahrscheinlich krebserregend» sind. Die Forschenden stützten sich dabei auf Tierstudien, Biomarker und biochemische Analysen.

Dabei wurden zahlreiche problematische Stoffe im Aerosol identifiziert, darunter Formaldehyd und Benzol. Diese entstehen beim Erhitzen der Flüssigkeiten und können laut «Pharmazeutische Zeitung» DNA-Schäden verursachen.

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Auch Biomarker-Studien zeigen Hinweise auf oxidativen Stress und Entzündungen im Gewebe. Solche Prozesse gelten als wichtige Mechanismen bei der Entstehung von Krebs.

E-Zigaretten: Studienlage bleibt lückenhaft trotz Krebsverdacht

Trotz der neuen Erkenntnisse bleibt die Datenlage in Teilen unvollständig. Wie das «Science Media Center» berichtet, fehlen vor allem langfristige Studien am Menschen.

Ein Grund dafür ist die noch vergleichsweise kurze Verbreitung der Produkte seit etwa 2010. Viele Krebserkrankungen entwickeln sich jedoch erst nach Jahrzehnten.

Die aktuelle Bewertung basiert daher vor allem auf indirekten Belegen und experimentellen Daten. Dennoch kommen Forschende laut «Science Media Center» zu der Einschätzung «wahrscheinlich krebserregend».

Geringere Schadstoffe, aber Risiken bleiben bestehen

Experten betonen gleichzeitig Unterschiede zum klassischen Tabakrauchen. So seien die Konzentrationen vieler Schadstoffe im Vergleich oft geringer, berichtet «ZDFheute».

Das bedeute jedoch nicht, dass E-Zigaretten unbedenklich seien oder keine Risiken bergen. Vielmehr bleibe die gesundheitliche Bewertung komplex und weiterhin Gegenstand intensiver Forschung.

E-Zigaretten
Trotz geringer Schadstoffkonzentration bleiben E-Zigaretten gesundheitlich riskant. (Symbolbild) - depositphotos

Auch offizielle Einstufungen durch internationale Behörden stehen bislang noch aus. Eine abschliessende Bewertung wird erst mit umfassenderen Langzeitdaten erwartet.

Kommentare

User #1835 (nicht angemeldet)

Haha, PFAS erhält keine Grenzwerte und Glyphosat ist weiterhin zugelassen und diese sind nachgewiesen krebserregend. Und hier wird über vermutlich, könnte sein.. lamentiert. Verbietet zuerst mal die Stoffe welche nachweislich tödlich sind. mRNA fällt mittlerweile auch darunter, was in den USA nachgewiesen wurde.

User #1088 (nicht angemeldet)

Dafür unkontrolliert auf den Markt bringen.

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